06.01.2014
Deutschland: Jugend-Missions-Konferenz
Größte Fachmesse für Missionsberufe mit 5.300 Besucher und 100 Aussteller
Deutschland: Jugend-Missions-Konferenz
Größte Fachmesse für Missionsberufe mit 5.300 Besucher und 100 Aussteller
(idea/AKREF) Gestern auf der Jugend-Missions-Konferenz genannt JuMiKo in Echterdingen bei Stuttgart war idea mit dabei und berichtete u.a. über Deutschlands größte Fachmesse für Berufe in Mission und Entwicklungshilfe. Nicht ohne auch auf die Gefahren in Krisengebieten, wo verfolgte Christen leiden oder auf der Flucht sind, hinzuweisen.
"Seit 28 Jahren informiert die Jugendkonferenz für Weltmission über ein- oder mehrjährige Tätigkeiten im Ausland. Am 5. Januar nutzten rund 5.300 junge Christen die Gelegenheit, Pläne für die Zeit nach Abitur, Studium oder Ausbildung zu schmieden. Im vergangenen Jahr wurden etwa 5.000 Besucher gezählt. Mitarbeiter zahlreicher Missionswerke berichteten von einem ungebrochenen Interesse an einem Auslandsaufenthalt. Neben dem Wunsch, Gott zu dienen, würden als häufigste Motive genannt, anderen Menschen zu helfen, das eigene Können zu testen und Klarheit über den weiteren Lebensweg zu bekommen. Häufig erzählten Rückkehrer, dass die Begegnung mit fremden Kulturen ihr Leben bereichert und ihren Glauben vertieft habe. „Man kann nur jedem jungen Menschen wünschen, solche Erfahrungen zu machen“, sagte der Kandidatensekretär des Missionswerkes DIGUNA (Die gute Nachricht für Afrika/Haiger), Matthias Knebel, der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Das Risiko sei gering, da die Jugendlichen von erfahrenen Mitarbeitern betreut würden. Aus Krisenregionen wie dem Südsudan seien Mitarbeiter evakuiert worden. DIGUNA bietet etwa 60 Stellen für Kurzzeiteinsätze zwischen vier Wochen und zwei Jahren an.
In Seminaren und Informationsständen wurde aufgerufen, auch in Deutschland „Zeugnis von Gottes Liebe zu den Menschen“ zu geben. „Wer ein Herz für Jesus und die Menschen hat, wird über soziale Missstände in seiner Umgebung nicht hinwegsehen“, sagte die Leiterin der diakonischen Beratungsstelle für Frauen im Landkreis Heilbronn, Alexandra Gutmann. Als Beispiele nannte sie „ein gutes Wort für den Bettler in der Fußgängerzone“ oder ein tröstender Besuch bei einer Nachbarin, die offensichtlich unter häuslicher Gewalt leide. Für Gutmann ist es „nicht vorstellbar, dass Gott nur für einen Dienst in Afrika beruft“. Rund um die Kirchengemeinden warteten Menschen auf das Evangelium.
Mit zunehmendem Gegenwind rechnen
Mehrere Redner stellten in Bibelarbeiten heraus, dass Christen mit zunehmendem Gegenwind rechnen müssten. Das sei dann der Fall, wenn sie den Ungehorsam gegen Gott aufdeckten und nicht das sagten, was den Zeitgenossen gefalle, so der frühere Leiter der Evangelisationskampagne „ProChrist“, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). „Eine Kirche, die Sünde segnet und Gottes Gebote außer Kraft setzt, um niemanden zu verprellen, verrät das Evangelium“, mahnte Parzany. In der Nachfolge Jesu Christi gelte es, das Kreuz auf sich zu nehmen und bereit zu sein, mit Christus zu leiden. Der Leiter der Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK, Uhldingen am Bodensee), Pastor Manfred Müller, vertrat die Ansicht, dass sich ein echter Glaube im Leiden bewähre. Die Stärke der ersten Christen habe darin bestanden, dass sie im Glauben an einen starken Herrn das Evangelium gepredigt hätten. „Ein weichgespültes Evangelium macht nicht stark“, sagte Müller. Der sächsische Evangelist Lutz Scheufler (Waldenburg bei Zwickau) tröstete Christen, die ständig Ablehnung erlebten, mit der Zusage, dass Evangelisation nicht erst dann erfolgreich sei, wenn sich jemand bekehre: „Evangelisation findet bereits dort statt, wo Menschen zu Jesus eingeladen werden.“