25.01.2014
Kasachstan: Arrest wegen nicht bezahlter Geldstrafen
In der Region Akhmola im Norden des Kasachstans mussten zwei Baptisten 48 Stunden in Haft verbringen, weil sie sich geweigert hatten, 2013 gegen sie verhängte Geldstrafen zu bezahlen. Sie sehen diese Strafen als nicht gerechtfertigt an, da sie nur deshalb verhängt wurden, weil sie ihr Recht auf Religionsfreiheit ausgeübt hatten. Vyacheslav Cherkasov und Zhasulan Alzhanov wurden am Abend des 11. Januar entlassen. Cherkasov wurde mit ungefähr zehn anderen Gefangenen in einer Zelle festgehalten. Nach den Haftbedingungen befragt, erklärte er mit ironischem Lachen: „Nicht besonders gut“. Im Lauf des Jahres 2013 sind mehr als 150 Fälle bekannt geworden, in denen Verwaltungsstrafen verhängt wurden, um Menschen für die Ausübung ihrer Religionsfreiheit zu bestrafen. Der 79-jährige Baptist Anatoly Lazarenko aus der Region Westkasachstan, gegen den im November 2013 eine Geldstrafe verhängt wurde, ist das zweitälteste bekannte Opfer einer derartigen Maßnahme. Am 25. Dezember wurde Juri Rudenko bestraft, weil er einen Gottesdienst geleitet hatte, der Gegenstand einer Polizeirazzia war. „Die Polizei macht keine Razzien bei unseren Bürgern“ behauptete Nurdilda Oraz, die Leiterin des Pressedienstes des Innenministeriums, gegenüber Forum 18.
Quelle: Forum 18, Oslo
Deutsche Fassung: Arbeitskreis Religionsfreiheit der ÖEA