31.01.2014

Deutschland: Für Freilassung von Gefangenen protestieren

Der „Gefangene des Monats“ von idea und IGFM bietet die nötigen Informationen

Deutschland: Für Freilassung von Gefangenen protestieren

Der „Gefangene des Monats“ von idea und IGFM bietet die nötigen Informationen

Wilnsdorf (idea) - Seit 2001 benennen die Evangelische Nachrichtenagentur idea und die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) durchgehend einen „Gefangenen des Monats“. Es handelt sich um Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt und verhaftet wurden. Verbunden mit der Vorstellung der Gefangenen ist ein Aufruf an die Leser, gegen deren Verhaftungen zu protestieren und in Briefen an die betroffenen Regierungen die Freilassung zu fordern. Christen in Deutschland nehmen die Berichterstattung von idea und IGFM zum Anlass, um auf dieser Grundlage Unterschriftenaktionen für die Freilassung der Gefangenen zu starten. Einer von ihnen ist Jürgen Daub (Wilnsdorf bei Siegen). Seit fünf Jahren führt der 70-Jährige, der von 1999 bis 2007 Präses des CVJM-Kreisverbandes Siegerland war, jedes Jahr zwei bis drei Unterschriftenaktionen durch. Er hat sich so schon für die Freilassung von Gefangenen aus Iran, Ägypten, Pakistan, Tansania und Nordkorea eingesetzt. Dabei habe er bis zu 800 Unterschriften erhalten, so Daub gegenüber idea. Aktuell läuft eine Aktion für den pakistanischen Christen Zafar Bhatti. Wie Daub sagte, werden dieses Mal über 1.000 Unterschriften zusammenkommen. Die Originalunterschriftenlisten schickt er an die Botschaften der Länder, aus denen die Gefangenen stammen. Kopien gehen an das Auswärtige Amt in Berlin. Auch Politiker wie beispielsweise der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), und Abgeordnete aus Daubs Bundestagswahlkreis Siegen-Wittgenstein werden über die jeweilige Aktion umfassend informiert.

Das Leid der Christen ins Licht der Öffentlichkeit rücken

Das Thema liegt Daub seit über 40 Jahren am Herzen: Von 1969 bis 1973 war der Maschinenbau-Ingenieur im Auftrag das CVJM als Bruderschaftssekretär in Pakistan tätig und setzte sich dort intensiv mit dem Islam und verfolgten Christen auseinander. Daub: „Mir ist es wichtig, möglichst viele Menschen auf deren Situation aufmerksam zu machen.“ Um das zu erreichen und um möglichst viele Unterschriften in seiner Region zu bekommen, informiert er unter anderem den CVJM-Kreisverband im Siegerland, den Evangelischen Gemeinschaftsverband Siegerland-Wittgenstein, evangelische Kirchengemeinden, Freikirchen oder die „Gebetsinitiative Siegerland“, einen Kreis von Pastoren und Leitern aus Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften. Die Proteste führten meist nicht zu einer unmittelbaren Freilassung der Gefangenen, so Daub. Aber sie würden von den betroffenen Regierungen dennoch aufmerksam wahrgenommen und könnten langfristig etwas bewirken. Das hätten deutsche Politiker öfter bestätigt. Daub ermutigt dazu, solche Unterschriftenaktionen selbst durchzuführen: „Das Leid dieser Christen muss ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden.“ Und der „Gefangene des Monats“ biete eine konkrete Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.