05.06.2014
Deutschland: Kinder haben ein Recht auf Religion
Nordkirche: Kindertagesstätten brauchen ein klares evangelisches Profil
Deutschland: Kinder haben ein Recht auf Religion
Nordkirche: Kindertagesstätten brauchen ein klares evangelisches Profil
Schwerin (idea) – Kinder haben ein Recht auf Religion. Das hat der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Gerhard Ulrich (Schwerin) betont. Er sprach am 4. Juni in Schwerin auf der Konferenz der Referenten für Bildungs-, Erziehungs- und Schulfragen in den Mitgliedskirchen der EKD. Ulrich verwies auf eine Kampagne unter dem Titel „Mit Gott groß werden“. Sie soll für ein klares evangelisches Profil der Kindertagesstätten in der Nordkirche sorgen. „Mit Gott groß werden“ sei ein Satz, der nicht nur für kleine Menschen gelte, sondern auch für die, die sich für groß und erwachsen hielten, sagte Ulrich. Er erzählte von der Begegnung mit einer Mutter in einer Kindertagesstätte, die in der DDR ohne Bezug zu Kirche und Religion aufgewachsen ist. Sie freue sich über die Geschichten und Lieder, die ihre Tochter aus der evangelischen KiTa mitbringe. Die Mutter: „Mein Kind hat ein Recht auf Religion. Und ich will nicht, dass noch einmal eine Zeit kommt, in der diese Lieder und Geschichten ausgeblendet und verboten sind.“ Das umschreibe, so der Landesbischof, einen wesentlichen Bildungsauftrag der Kirche. Er dankte den kirchlichen Referenten für ihren Dienst. „Mit Herz und Kopf, Sinn und Verstand von Gott zu erzählen“, stehe im Zentrum des Verkündigungsauftrags. Mehr als 40 Referenten diskutierten in Schwerin zwei Tage lang unterschiedliche Bildungskonzepte.