03.10.2025
Moldau: ...dass sich viele Menschen zu den Gottesdiensten einladen lassen
(Licht im Osten) Sergej berichtet aus seiner Arbeit, die er in einer bestimmten Region seines Landes tut: „Vor ein paar Jahren habe ich Ihnen geschrieben, dass wir Besuch von der Staatsanwaltschaft hatten. Es gab Inspektionen, Verhöre, Druck und einen Gerichtsprozess. Damals empfand ich das als böse und ungerecht. Ich verstand nicht, warum Gott das zugelassen hat. Heute sehe ich jedoch ganz deutlich: Das war der Weg, den der Herr gewählt hat, um Böses in Segen zu verwandeln. Die Staatsanwaltschaft verlangte von mir, Dokumente von allen Instanzen im Zusammenhang mit unserem Gebetshaus vorzulegen. Aber ich hatte keine. Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin an, alles zu überprüfen und die Archive zu durchforsten. Die Beamten konnten jedoch weder Genehmigungen noch Absagen finden. Daraufhin verpflichtete mich das Gericht, die Dokumente in Ordnung zu bringen. Ich musste den gesamten Genehmigungsprozess erneut durchlaufen. Und da begannen die Wunder!
Wenn ich zu den Ämtern kam, in denen man mir zuvor mit Kälte oder Verärgerung begegnet war, und sie mich wiedererkannten, halfen sie mir nun auf jede erdenkliche Weise. Alles wurde schnell bearbeitet, als ob mir jemand unsichtbar vorausging und die Türen öffnete. Ich hatte alle Dokumente beisammen und reichte sie bei der Verwaltung ein. Dort hatte man mir früher direkt ins Gesicht gesagt: ‚Vergiss es. Du bekommst nichts von uns. Du bist eine Sekte.‘ Es waren nicht einfach nur Absagen – es waren Demütigungen, Hetze, Geldstrafen und Gerichtsverhandlungen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass alles nur noch schlimmer wird. Nachdem ich alle erforderlichen Dokumente eingereicht hatte, erhielt ich erneut eine Absage, diesmal mit der Begründung, dass ich keine Staatsbürgerschaft besitze. Sie blieben dabei, obwohl eine Wohnung, ein Auto und so-gar das Gebetshaus in einem Dorf auf meinen Namen eingetragen sind. Ich akzeptierte es und beantragte die Staatsbürgerschaft. Als ich diese erhielt, reichte ich die Dokumente erneut ein. Und wieder kam eine Absage, diesmal mit der Begründung: ‚Sie haben keinen Pass.‘ Also beantragte ich einen Pass und bekam ihn. Dann hieß es: ‚Ihr Vertrag gilt nur für das Grundstück.‘ Es schien, als würden die Hindernisse nie enden. Aber ich hatte bereits Frieden im Herzen. Ich wusste: Wichtig ist, weiterzugehen und treu zu bleiben. Das Ergebnis liegt jedoch in Gottes Hand. Ich bat die Beamten, mir irgend-ein Dokument zu geben, meinetwegen eine Absage, Hauptsache mit dem entsprechenden Text, einer Unterschrift und einem Siegel. Ich müsse es der Staatsanwaltschaft und dem Gericht vorlegen, da sie mich dazu verpflichtet hätten. Und in diesem Moment nahm der Fall eine neue Wendung. Plötzlich hieß es, die Dokumente seien genehmigt worden. Die Abnahme für das Gebetshaus werde erteilt und das Gebäude registriert. Man händigte mir die Gebäudeakte aus. Ich stand mit diesem Dokument in der Hand da und in meinem Herzen klang nur eines: ‚Das war der Herr! Nur er konnte uns durch all die Strapazen hindurchführen, nur er konnte den Lauf der Dinge auf diese Weise wenden. Was dem Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich!‘ Nach 15 Jahren des Wartens, der Gebete, Tränen, Hoffnungen und Enttäuschungen hatten wir endlich die Dokumente erhalten! Für mich war diese Zeit eine Lektion in Treue, Geduld und Vertrauen. Gott kann sogar Verfolgung und Prüfungen nutzen, um seinen Willen zu erfüllen. Er erhört jedes Gebet, auch wenn die Antwort nicht sofort kommt. Er wirkt zu seiner Zeit – und seine Zeitplanung ist immer perfekt. Möge dieses Zeugnis Sie, meine Freunde, stärken. Wenn Sie heute um etwas beten und keine Antwort sehen, verzweifeln Sie nicht. Gott hört. Gott sieht. Und er wird es ganz sicher wohlmachen.“
Danken Sie mit uns,
➢ dass unser Herr Gebete erhört hat und die Gebäudeakte endlich vorhanden ist.
➢ dass Gott Sergej in dieser herausfordernden Zeit mit Ausdauer, Geduld und Weisheit beschenkt hat.
Bitte beten Sie,
➢ dass sich viele Menschen zu den Gottesdiensten einladen lassen und dass das Gebetshaus zum Segen für viele Menschen wird.
➢ dass Sergej und seine Familie bewahrt bleiben und der Herr sie mit den richtigen Worten ausrüstet zur richtigen Zeit.