01.09.2025
Österreich: 450.000 Schritte für den Lebensschutz
„Pro Life Tour“ - Jugendliche erinnern an jährlich 30.000 bis 40.000 Abtreibungen
Innsbruck/Feldkirch/Bregenz (IDEA) – Unter dem Motto „Wie weit würdest du gehen, um ein Menschenleben zu retten?“ hat die „Jugend für das Leben“ in Österreich ihre diesjährige „Pro Life Tour“ vollendet. Zwischen dem 8. und 23. August wanderten etwa 20 Jugendliche von Innsbruck (Tirol) nach Bregenz (Vorarlberg). Dabei legten sie nach Angaben des Vereins 450.000 Schritte zurück. Das Ziel der Aktion bestehe darin, über vorgeburtliche Kindstötungen aufzuklären. In Österreich gebe es jährlich 30.000 bis 40.000 Abtreibungen. Die Teilnehmer verteilten etwa 4.000 Faltblätter, kamen an Informationsständen und auf der Straße mit Passanten ins Gespräch und boten Vorträge an. In diesem Jahr stand vor allem die Entwicklung in den Bundesländern Tirol und Vorarlberg im Fokus. In Bregenz war im November 2023 die Durchführung von Abtreibungen im Landeskrankenhaus eingeführt und damit laut der „Jugend für das Leben“ eine „rote Linie“ überschritten worden. Auch in Tirol gebe es immer wieder Vorstöße in diese Richtung – der Widerstand bleibe jedoch groß. Laut Landesregierung wollten sich jedoch immer weniger Mediziner dieses „blutigen Geschäfts“ annehmen. Aus Sicht der „Jugend für das Leben“ gefährdet die Durchführung von Abtreibungen im Krankenhaus zudem die Gewissensfreiheit von medizinischem Personal und missbrauche die Beiträge der Steuerzahler.
„Abtreibung macht Frauen nicht gesund, sondern zu Müttern toter Kinder“
In Feldkirch (Vorarlberg) und Bregenz boten die Teilnehmer Informationsstände an, um die Bevölkerung zu informieren. Vorträge von Gesundheitspersonal, Pädagogen, Schwangerenberatern und Betroffenen dienten der Weiterbildung der Teilnehmer. Bei der Ankunft in Bregenz schloss sich die Gruppe vor dem Landeskrankenhaus Lebensschützern an, die dort seit der Einführung von Abtreibungen drei Mal wöchentlich beten. Ziel sei, dass das Krankenhaus wieder für alle Menschen ein sicherer Ort sei und nicht täglich eine bestimmte Altersgruppe dem Tod ausliefere. Die Pressesprecherin der „Jugend für das Leben“, Natalie Ehrenberger, erklärte, dass man „wieder und wieder betonen“ müsse, dass eine Abtreibung keine „Gesundheitsleistung“ sei. Denn eine Schwangerschaft sei keine Krankheit. „Abtreibung macht Frauen nicht gesund, sondern zu Müttern toter Kinder.“ Nach Angaben der „Jugend für das Leben“ laufen bereits die Planungen für die Tour im nächsten Jahr. „Und bis dahin werden wir alles tun, damit die Pro Life Tour 2025 wirklich die letzte nötige war“, so Ehrenberger.