10.09.2025

Irak: Festival bringt Christen zusammen

Es soll deutlich machen: „Wir sind eins in Christus“

München (IDEA) – Im nordirakischen Erbil findet noch bis zum 13. September ein ökumenisches Festival statt. Das „Fest der Erhöhung des Kreuzes“ solle zeigen, dass der christliche Glaube in der Region immer noch präsent ist, berichtet das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“. Das Programm beinhaltet Musik, Gebete sowie kulturelle und sportliche Aktivitäten. Katholische, assyrische und orthodoxe Christen beteiligen sich. Das ökumenische Festival sei ein Symbol der Einigkeit, erklärte der chaldäisch-katholische Erzbischof Bashar Warda (Erbil): „Wir sind eins in Christus.“ Die Botschaft des Kreuzes sei nicht verstummt. „Im Irak hat eine kleine, verwundete Kirche der Welt die Kraft der Einheit, den Mut des Glaubens und die Freude der Auferstehung gezeigt“, so Warda. Hintergrund ist die Christenverfolgung im Irak durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Sie wollte das Christentum im Land vernichten. Zwischen 2014 und 2017 kontrollierte der IS die Ninive-Ebene im Nordirak, was Hunderttausende Christen zur Flucht in die irakische autonome Region Kurdistan veranlasste. Während unter der Herrschaft des Diktators Saddam Hussein (1937–2006) von 1979 bis 2003 noch über eine Million Christen im Irak lebten, sind es heute laut Angaben des christlichen Hilfswerks Open Doors noch etwa 154.000. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 0,3 Prozent. Nach wie vor werden die irakischen Christen von schiitischen Milizen und dem IS verfolgt. In den vergangenen Jahren gab es wiederholt Überfälle auf christliche Dörfer. Auch Behörden diskriminieren Kirchen und ihre Mitglieder. Open Doors listet den Irak auf Platz 17 des Weltverfolgungsindex der Länder, die Christen am stärksten verfolgen.