07.05.2026

Nordkorea: Gefangene erhalten Menschenrechtspreis

ICC-Nachrichten & Berichte - Drei koreanische Missionare, die seit mehr als einem Jahrzehnt in Nordkorea inhaftiert sind, werden im August in Abwesenheit den Graciela-Fernandez-Meijide-Menschenrechtspreis erhalten.

Die drei Männer – Choi Chun-gil, Kim Jong-Uk und Kim Kuk-gi – unterstützten nordkoreanische Überläufer und Untergrundkirchen im Nordosten Chinas, bevor nordkoreanische Agenten sie festnahmen und in Gefängnisse in Nordkorea brachten. Mit diesen Preisen werden Personen geehrt, die unter repressiven autoritären Regimes inhaftiert sind.

Der 62-jährige Missionar Kim Jong-Uk engagierte sich für nordkoreanische Flüchtlinge in China. Die Behörden verhafteten ihn 2013, nachdem er mit Bibeln nach Nordkorea eingereist war.

Pastor Kim Kuk-gi, 72, half nordkoreanischen Überläufern in China. Er wurde im Oktober 2014 verhaftet und wegen Spionage und Verbreitung religiöser Propaganda angeklagt.

Der Missionar Choi Chun-gil, 70, wurde im Dezember 2014 verhaftet, weil er religiöse und humanitäre Hilfsgüter an Nordkoreaner lieferte. Die Behörden klagten ihn wegen Spionage an.

Nordkorea verurteilte die drei Männer zu lebenslanger Haft in einem nordkoreanischen Arbeitslager. Die südkoreanische Regierung hat wiederholt die Freilassung der Missionare gefordert.

Die kommunistischen Behörden schicken Christen in Nordkorea ins Gefängnis und in Arbeitslager, wo sie ausgehungert, zu schwerer Arbeit gezwungen und gefoltert werden. Analysten schätzen, dass derzeit mehr als 30.000 Christen in diesen Lagern leiden. Nordkorea bestreitet die Existenz solcher Lager.

 

Quelle: International Christian Concern; www.persecution.org