15.12.2020
Europa: Bundesstatistisches Amt berichtet über Verletzungen der Menschenrechte in Europa
Knapp 60.000 Menschenrechtsverfahren in Europa. Russland, Türkei, Ukraine und Rumänien fallen besonders negativ auf
Wie Rene Boksch vom Bundestatistischen Amt zum internationalen Tag der Menschenrechte berichtet, wurden rund 60.000 laufende Verfahren zum Stichtag dem 30. Juni 2020 am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verhandelt. Die Statista-Grafik zeigt, dass etwa 38 Prozent der anhängenden Gerichtsverfahren auf Russland und die Ukraine entfallen. Dabei handelt es sich unter anderem um Verstöße gegen die Menschenrechte im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt zwischen den beiden Nationen um das Donezbecken und die Krim. Von allen Nationen den meisten Anklagepunkten steht Russland gegenüber - rund 13.600 Verfahren laufen gegen das Land, mehr als gegen 39 europäischen Ländern zusammen. Ebenfalls häufig angeklagt ist die Türkei mit fast 10.000 Verfahren. Dabei sind oft Unterdrückung und Verfolgung von politischen Parteien und Volksgruppen Gegenstand der Anklage. Auch der aktuelle Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan wird vor dem europäischen Gerichtshof geprüft.
