25.12.2007
Großbritannien: Polizei schützt Ex-Muslimin vor Todesdrohungen
Bischof Michael Nazir-Ali: Muslimische Ablehnung der Bekehrung gefährdet Glaubensfreiheit
Großbritannien: Polizei schützt Ex-Muslimin vor Todesdrohungen
Bischof Michael Nazir-Ali: Muslimische Ablehnung der Bekehrung gefährdet Glaubensfreiheit
L o n d o n (idea) - 10.12.07 – Eine zum Christentum übergetretene ehemals muslimische Frau
ist in Großbritannien unter Polizeischutz gestellt worden. Wegen ihres Religionswechsels erhält
die aus Sicherheitsgründen nur als „Hannah“ bekannte Frau Morddrohungen aus ihrer Familie.
Nach strenger Auslegung des islamischen Religionsgesetzes, der Scharia, wird der „Abfall“
vom Islam mit dem Tode bestraft. Die 32-jährige Hannah ist die Tochter eines Imams in der
nordenglischen Grafschaft Lancashire. Dem Internetdienst der Zeitung Times zufolge lief sie
mit 16 Jahren von zu Hause weg, um sich einer Zwangsheirat zu entziehen. Später wandte sie
sich dem christlichen Glauben zu. Wegen ständiger Drohungen musste sie in den vergangenen
15 Jahren 45 Mal umziehen. 1994 tauchte sie unter, nachdem bewaffnete Männer versucht
hatten, mit Äxten in ihre Wohnung einzudringen. Im November wurde die Situation so
bedrohlich, dass sie unter Polizeischutz gestellt wurde. Der aus Pakistan stammende
anglikanische Bischof von Rochester, Michael Nazir-Ali, sagte, in Großbritannien lebten viele
Muslime, die zum Christentum überwechseln wollten, in Angst. Die Glaubensfreiheit sei in
Gefahr. Einer Umfrage zufolge befürworten rund 36 Prozent der 16- bis 24-jährigen Muslime
in Großbritannien die Todesstrafe für die Abkehr vom Islam.