19.01.2008

Christenverfolgung: Neue Internetseite gegen Christen-Diskriminierung

Das Projekt soll zur Meinungsfreiheit und zum Dialog zwischen den Religionen beitragen

Christenverfolgung: Neue Internetseite gegen Christen-Diskriminierung

Das Projekt soll zur Meinungsfreiheit und zum Dialog zwischen den Religionen beitragen

W i e n / M ü n c h e n (idea) - 15.01.08– Eine neue englischsprachige Internetseite mit dem
Titel „Christianophobia“ (Angst vor Christen) befasst sich mit zunehmender Kritik am
Christentum. Hinter www.christianophobia.eu steht der Verein „Europa für Christus“
(München) – ein überkonfessionelles Projekt, das sich für die geistliche Erneuerung Europas
einsetzt.
Wie Initiator Martin Kugler (Wien) gegenüber idea sagte, solle die Seite einerseits Christen
ermutigen, für die Meinungsfreiheit und gegen einen falsch verstanden Toleranzbegriff
einzutreten, der christliche Ansichten diskriminiert. Andererseits verstehe man sich auch als
„Dokumentationsstelle“ für Fälle, in denen Christen aufgrund ihres Glaubens Unrecht geschieht.
Es gehe jedoch nicht darum, in Selbstmitleid oder gar aggressiv den Glauben zu verteidigen,
unterstrich Kugler. Letztlich solle das Projekt das gegenseitige Verständnis unter den Religionen
fördern und einen ehrlichen Dialog eröffnen. Kugler verwies auf Fälle, in denen christliche
Ansichten entweder benachteiligt oder ignoriert wurden. Als Beispiel nannte er den fehlenden
Gottesbezug im EU-Reformvertrag. Die Bezeichnung Christianophobia gehe auf den jüdischen
Professor Joseph Weiler (New York) zurück. Der Völker- und Europarechtler hatte in der
Diskussion um eine EU-Verfassung (jetzt: Reformvertrag) den Europäern eine „Christophobie“
bescheinigt, die ihre mehrheitlich christliche Geschichte verleugne.