29.04.2009

Irak: Drei Christen in Kirkuk ermordet

Open Doors bittet um Gebet für die Familien der Opfer

Irak: Drei Christen in Kirkuk ermordet

Open Doors bittet um Gebet für die Familien der Opfer

(Kirkuk/Open Doors, 29. April 2009) – Bei zwei Anschlägen auf Christen im nordirakischen Kirkuk wurden am 26. April zwei Frauen und ein 17-jähriger Mann ermordet. Zwei weitere Christen wurden verletzt. „Es ist schockierend, dass es weiterhin zu Angriffen auf Christen kommt“, sagte ein irakischer Kirchenleiter dem Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors. Bei den Toten handelt es sich um Suzan Latif David und ihre Schwiegermutter Muna Banna David aus dem Wohnbezirk Domeez. Im Wohnviertel „1. Juni“ in Kirkuk wurden Yousif Shab und seine beiden Söhne Basil und Thamir angegriffen. Der 17-jährige Basil starb; sein Vater sowie sein Bruder wurden verletzt, sind aber außer Lebensgefahr. Nähere Hintergründe zu den vermeintlich terroristischen Angriffen sind noch nicht bekannt. Open Doors bittet weltweit für die Familien und Angehörigen der Ermordeten zu beten.

Neun Terroristen festgenommen

Alle Opfer waren chaldäisch-katholische Christen. Die Beerdigung fand am Montag, dem 27. April, in der Jesus Heart Chaldean Cathedral in Kirkuk statt. Louis Sako, Bischof von Kirkuk, verurteilte in seiner Trauerrede die Angriffe, die gezielt die „Gemeinde in Kirkuk spalten“ sollen. Er bat die Bevölkerung, die Polizei und die Sicherheitskräfte bei der Aufklärung der Taten zu unterstützen. Wie die Polizei vom Domeez mitteilte, wurden neun mutmaßliche Terroristen, die mit den Morden in Verbindung stehen sollen, verhaftet. Einer der Männer stammt aus der Region Ramadi westlich von Bagdad und unterhält Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida. Er soll bereits sieben terroristische Anschläge verübt haben. Laut einem Polizeibeamten soll er über die Anschläge auf die Christen vom 26. April informiert gewesen sein.

Projekt „Hoffnung Irak“

In den letzten Jahren kam es zu Wellen der Gewalt gegen Christen im Irak. Tausende flohen vor dem Terror aus Städten wie Bagdad oder im Herbst 2008 aus Mosul in die relativ sicheren Kurdengebiete im Nordirak. Inzwischen sind ein paar Familien in ihre Häuser zurückgekehrt, doch für die meisten gibt es kein Zurück mehr. Sie müssen im Nordirak bleiben und sich dort ein neues Leben aufbauen. Mit dem Projekt «Hoffnung Irak» unterstützt Open Doors mehrere Dörfer mit biblischen Schulungen und Kleinkrediten für eigene Unternehmen wie zum Beispiel in der Landwirtschaft, eine kleine Rinderzucht, den Betrieb einer Autowerkstatt oder eines Taxiunternehmens. In einem Dorf legten Männer Obstgärten an. Vor allem für Frauen ist es nicht leicht, einen Arbeitsplatz zu finden und ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Sie werden u.a. durch berufsbildende Näh-, Koch-, Gesundheitsfürsorge- oder Schneiderkurse unterstützt. Die Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte geben den Menschen Hoffnung. Informationen unter www.opendoors-de.org

Werden auch Sie Gebetspate!

10 Minuten pro Woche beten für verfolgte Christen - „Gefährlicher Glaube“ ist eine mindestens dreijährige Gebets- und Hilfskampagne für Christen in der islamischen Welt. Infos unter www.opendoors-de.org

Über die Gebetskampagne „Gefährlicher Glaube”

„Gefährlicher Glaube - Gebet und Hilfe für Christen in der islamischen Welt“ ist die bis mindestens 2011 dauernde weltweite Gebets- und Hilfskampagne von Open Doors für Christen in der islamischen Welt und besonders für Muslime, die Christen wurden. Ziel ist es, Glaubensgeschwister zu unterstützen, denen das Bekenntnis zu Jesus Christus in ihrer vom Islam geprägten Heimat zur lebensbedrohlichen Gefahr wurde. Mit weltweiten 24-Stunden-Gebeten und Hilfsprojekten sollen sie darin ermutigt werden, trotz Verfolgung oder Benachteiligung ihren Glauben zu leben, weiterzugeben und die Gemeinde Jesu zu stärken. Das Kampagnen-Symbol zeigt ein leuchtendes Kreuz auf einer Kirche hinter Stacheldraht im Schatten des islamischen Halbmondes. Seit über 20 Jahren unterstützt das überkonfessionelle, internationale Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors Christen in islamischen Ländern mit Bibeln, Schulungen, Hilfe-zur-Selbsthilfe, christlichen TV-Programmen und hilft Gefangenen sowie den Familien ermordeter Christen. Weitere Infos und Anmeldung zum Gebet unter: www.opendoors-de.org