13.11.2009

Pakistan: Brand in christlicher Schule wurde nicht gelegt

Kurzschluss löste Schulbrand aus Pakistan: Kein Anschlag auf christliches Internat – Gasbehälter explodiert.

Pakistan: Brand in christlicher Schule wurde nicht gelegt

Kurzschluss löste Schulbrand aus

Pakistan: Kein Anschlag auf christliches Internat – Gasbehälter explodiert.

Islamabad (idea) - 13. November 2009 – Der Brand, der eine christliche Schule in Pakistan verwüstet hat, wurde nicht durch einen Anschlag verursacht. Vielmehr geht das Feuer auf einen Kurzschluss zurück, der einen undichten Gasbehälter zur Explosion brachte.

Das wurde jetzt als Ergebnis der Brandermittlungen bekannt. Zunächst war gemeldet worden, dass unbekannte Täter am 3. November Brandbeschleuniger auf dem Gelände der Missionsschule St. Denys in Murree, etwa 30 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Islamabad, entzündet hätten. Bei dem Brand gingen drei mehrstöckige Häuser in Flammen auf. Wie jetzt bekannt wurde, waren ein Kurzschluss und ein Gasleck für den Brand verantwortlich. Außerdem sollen in einem verschlossenen Raum Benzinkanister explodiert sein. Die Holzgebäude standen nach kurzer Zeit in Flammen. Klassenzimmer, Schlafsäle, die Bibliothek, Büros, Lehrerzimmer, der Speisesaal und Schlafsäle des Internats wurden zerstört. Einige der 142 anwesenden Schüler berichteten von mehreren Explosionen. Sie hatten zuvor mehrfach defekte und lose Stromkabel bemängelt. Drei Schulmitarbeiter sind inzwischen entlassen worden. Der Gesamtschaden wird auf 800.000 Euro geschätzt. Das Internat, an dem 20 Lehrer rund 200 Schüler unterrichten, wird von der evangelischen Kirche Pakistans getragen. Die Schule liegt in der Nähe eines Gebiets, in dem es vermehrt zu Militäreinsätzen gegen die radikal-islamischen Taliban gekommen ist. Als Vergeltung wurden Anschläge auf staatliche und andere öffentliche Einrichtungen verübt. Von den 156 Millionen Einwohnern Pakistans sind 95 Prozent Muslime, 3 Prozent Christen und 1,8 Prozent Hindus.