13.11.2009

Philippinen: Entführter Priester freigekommen

Katholische Würdenträger danken Gott und den muslimischen Unterstützern

Philippinen: Entführter Priester freigekommen

 

 

Katholische Würdenträger danken Gott und den muslimischen Unterstützern

 

MANILA, 13. November 2009 (ZENIT.org).- Auf den Philippinen ist der entführte irische Priester Michael Sinnott (ZENIT berichtete) am Donnerstagmorgen freigekommen. Offiziellen Meldungen zufolge kam die Freilassung durch den Einsatz der islamischen Rebellen-Gruppe Moro Islamic Liberation Front zustande, als Reaktion auf den Hilfsappell der philippinischen Regierung. Noch vor Monaten lieferten sich die Kämpfer der Befreiungfront Gemetzel mit den philippinischen Sicherheitskräften, bei denen hunderte Menschen umkamen.

Anführer der Gruppe fanden die Entführer und setzten sie den Meldungen zufolge unter Druck, den Missionar freizulassen. Die Kidnapper wollten mit der Geisel zwei Millionen US-Dollar Lösegeld erpressen, gingen nun aber leer aus. Derzeit ermittelt die Polizei weiter, um die Identität der Täter herauszufinden.

Der 79-jährige Sinnott, der seit vierzig Jahren in dem Inselstaat wirkt, war bei seiner Freilassung geschwächt. Erst in diesem Juli war er am Herzen operiert worden, weswegen er regelmäßig Medikamente einnehmen muss. Am Donnerstag erklärte der Priester der Missionsgesellschaft St. Columban, er werde weiterhin auf den Philippinen arbeiten. Der Regionaldirektor der Gesellschaft, Pfarrer Patrick O'Donoghue, äußerte sich über die Freilassung seines Mitbruders voll „großer Freude und Dankbarkeit an Gott".

In einem Artikel, den die philippinische Bischofskonferenz veröffentlicht hatte, bekräftigte O'Donoghue, wie sehr seine Gesellschaft die Bemühungen der islamischen Führer um den glücklichen Ausgang schätzt. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Angel Lagdameo aus Jaro, fügte seinen Wunsch hinzu, die Regierung in Manila und die islamische Rebellengruppe mögen weiterhin so friedlich zusammen arbeiten. Mit Blick auf den Entführungsfall schrieb er weiter: „Wir hoffen zudem, dass es eine vergleichbare Situation nicht mehr geben wird. Wir müssen für die Arbeit der Missionare mit den Menschen in Mindanao dankbar sein und diese zu schätzen wissen." (mk)