26.09.2009

Kasachstan: Untersuchung Religionsfreiheit September 2009

AKREF/JJ  - 26.09.2009 -  In seiner Analyse der Religions- und Glaubensfreiheit in Kasachstan stellt der Nachrichtendienst Forum 18 fortgesetzte Verletzungen der Menschenrechte fest, zu deren Einhaltung sich der kasachische Staat verpflichtet hat. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass Kasachstan im Jahr 2010 den Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa übernehmen wird. Im Februar 2010 soll Kasachstan im Zuge der periodischen Überprüfung der Menschenrechtslage in den Mitgliedsstaaten von den Vereinten Nationen überprüft werden. Von Forum 18 dokumentierte schwere Menschenrechtsverletzungen umfassen Angriffe auf die Religionsfreiheit durch Vertreter des Staates von Präsident Nursultan Nazarbaev über Staatsbeamte bis hin zu örtlichen Beamten, Zensur von Literatur, Förderung religiöser Intoleranz durch den Staat, staatliche Einschränkungen der Religionsfreiheit durch Razzien, Verhöre, Drohungen und Geldstrafen, wovon sowohl registrierte als auch nicht registrierte Religionsgemeinschaften und Einzelpersonen betroffen sind, unfaire Gerichtsverfahren, Einkerkerung einiger weniger Gläubiger, vor allem Moslems, die zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt wurden, Einschränkungen der sozialen und karitativen Dienste von Religionsgemeinschaften und Versuche, die Gebäude und Grundstücke von Religionsgemeinschaften zu konfiszieren. Davon sind sowohl christliche Gemeinden als auch islamische Gemeinschaften betroffen. Diese Verletzungen der Religionsfreiheit sind begleitet von Verletzungen anderer Menschenrechte, wie des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit

Quelle: Forum 18 News Service, Oslo

Übersetzung: AK Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz