08.04.2011

Kolumbien: 9-jährige Pastorentochter erschossen

(Open Doors, 08. April 2011) – In Kolumbien haben Rebellen einen Pastor, seine neun Jahre alte Tochter und eine weitere Christin erschossen. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors jetzt erfahren hat, kamen am Morgen des 12. Februars zwei Män-ner zum Haus von Maximo Suarez Romero in der Ortschaft „Divino Niño“ bei Palomino nahe Riohacha im Norden des Landes. Der Pastor leitete dort eine kleine christliche Ge-meinde und führte ein Geschäft. Wie einheimische Christen berichteten, steht die Er-mordung des 37-Jährigen offenbar im Zusammenhang mit dessen Weigerung, eine lokale Rebellengruppe finanziell zu unterstützen. Open Doors bittet, für die Familie zu beten, die in ihrer Trauer nun auch noch völlig mittellos um ihre Existenz kämpft.  

Feuer eröffnet

 

Zum Zeitpunkt der Tat hatten sich einige Gemeindemitglieder im Haus des Pastors zu einer Fastengebetsversammlung getroffen. Nachdem die Täter den Pastor herausgerufen hatten, kam es zu einer lautstarken Diskussion vor dem Haus. Von drinnen aus beo-bachteten die Christen im Haus, wie zwei bewaffnete Männer nur Minuten später auf Pastor Suarez Romero und seine Tochter Nubia Melisa Suarez Sanchez sowie die 27-jährige Maylen Cecilia Guevara schossen. Die Frau war sofort tot. Auch ein weiteres Kind wurde verletzt.

Romeros Tochter erlag zwei Tage später ihren schweren Verletzungen. Der Teenager besuchte die 5. Klasse einer Grundschule in Palomino. Ihr Vater, Maximo Suárez Romero, verstarb ebenfalls im Krankenhaus. Er hinterlässt seine 32-jährige Frau Aida Sanchez und drei minderjährige Kinder. Die Familie lebte nur vom Einkommen, dass Romero mit dem kleinen Laden erzielte. Zudem hatte er sich um seine altersschwachen Eltern gekümmert. Wenngleich einer der Täter auf der Flucht von der Polizei verwundet wurde, konnten die Männer nicht gefasst werden.

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