12.04.2011

Marokko: Verfolgungswelle hält an

(AKREF/UCN) Besonders die Untergrundkirchen Marokkos leiden seit einem Jahr an Verfolgung. Zusammenkünfte der Christen wurden gewaltsam aufgelöst. Ihnen wurde von der Polizei mitgeteilt, dass sie sich unter keinen Umständen zu Gottesdiensten treffen dürften. Viele Gläubige wurde zu Verhören auf die Polizeistationen vorgeladen. Die marokkanischen Medien machten Stimmung gegen Christen. Im Norden Marokkos stürmte die Polizei Häuser, in denen Versammlungsorte der Gläubigen waren.
Das traf damals viele wie ein Erdbeben. - Die gläubigen Christen waren geschockt.

Wie der Zustand heute ist konnten sich Delegierte aus Europa unlängst überzeugen. Sie führten „Ermutigungsreisen“ von der Grenze Mauretaniens bis zur Grenze von Spanien durch. Dabei wurden sie selber durch ehemalige Muslime gestärkt. Sie schrieben: „Viele der Gläubigen sind zwar isoliert und können sich nicht treffen, halten aber treu am Glauben fest.“ Weiter berichtete einer der Delegierten, dass ihnen überraschend König Mohamed VI. von Marokko "zur Hilfe" kam. Der König wollte  Regierungsprojekte besuchen.

Er kam grade zu der Zeit, als sie im Süden waren und ein Seminar durchführen wollten. Die Polizei war damit so eifrig beschäftigt, den hohen Besuch sicherheitsmäßig vorzubereiten, dass sie für die Christen keine Zeit hatten. Weiter lautet der Bericht: „Die Teilnehmer des Seminars waren fröhlich und getrost im Herrn sowie lerneifrig, um so viel wie möglich in ihren Hauskreisgemeinden weiterzugeben.“