12.04.2011
Nigeria: Mehrere Wahlen finden statt
Wahlen werden von Anschlägen und Organisationsfehlern bestimmt
In Nigeria finden derzeit mehrere Wahlen statt. Den Auftakt machte am vergangenen Wochenende die Parlamentswahl. In den kommenden Wochen werden außerdem ein neuer Präsident sowie Gouverneure der 36 Bundesstaaten gewählt. Die Wahlen gelten als wichtiger Test für die Demokratie, die im bevölkerungsreichsten Staat Afrikas erst 1999 eingeführt wurde.
Der Süden des Landes ist vorwiegend von Christen bewohnt, im Norden leben mehrheitlich Muslime. In zwölf Bundesstaaten gilt die islamische Rechtsprechung “Scharia”, der auch die Christen unter den Einwohnern unterworfen sind. So berichtet "kirche-in-not.de" und verweist auf Obiora Ike, den Leiter des Katholischen Instituts für Entwicklung, Gerechtigkeit, Frieden und Caritas aus Enugu. Er kritisiert die Ungerechtigkeit in einem Zeitungsinterview. Er erklärt, dass eine Klage vor dem höchsten Gericht wenig Chancen hätte, da viele Richter Muslime seien und der Religion verpflichtet seien, so dass sie die Einführung der Scharia als rechtens bewerten. Im Islam gebe es keine Trennung von Gesellschaft, Religion, Staat und Politik.
Quelle: Kirche in Not