24.03.2011
Birma: Durch Erdbeben eingestürzte Kirche tötet 25 Christen
Insgesamt wurden zehn Kirchen und weitere 100 Gebäude zerstört
Birma: Durch Erdbeben eingestürzte Kirche tötet 25 Christen
Insgesamt wurden zehn Kirchen und weitere 100 Gebäude zerstört
Rangun (idea) – Bei dem Erdbeben im Nordosten Birmas vom 24. März ist auch eine Kirche eingestürzt. In den Trümmern wurden 25 Christen getötet und weitere 50 verletzt. Insgesamt sind zehn Kirchen und weitere 100 Gebäude zerstört worden, berichtet die christliche Hilfsorganisation Tearfund (London). Nach Angaben des Roten Kreuzes kamen mindestens 150 Menschen durch das Beben ums Leben. Da Brücken eingestürzt und Straßen beschädigt sind, finden Helfer nur schwer Zugang zu den betroffenen Menschen. Anders als bei früheren Naturkatastrophen, etwa dem Tropensturm Nargis im Jahr 2008 mit mehr als 8.000 Toten, arbeitet die Regierung des südostasiatischen Landes jetzt enger mit Hilfsorganisationen zusammen. Auch Baptistengemeinden sollen als Basis für Hilfsaktionen dienen. Birma wird seit einem Putsch im Jahr 1962 von Militärs beherrscht; 1989 gaben sie dem Land gegen die Proteste der Birmanen den Namen Myanmar. Am 7. November 2010 fanden die ersten Wahlen seit 1990 statt; am 4. Februar wurde der vorherige Premierminister, General Thein Sein, zum Staatspräsidenten ernannt. Der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) zufolge sind rund 70 Prozent der rund 48 Millionen Einwohner Buddhisten, 8,7 Prozent Christen und 3,6 Prozent Muslime. Die WEA-Kommission für Religionsfreiheit hat wiederholt auf schwere Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht. Das Regime verfolge ethnische Minderheiten, darunter auch stark christliche geprägte Volksstämme wie die sieben Millionen Angehörige zählenden Karen oder die Chin und Kachin.