13.11.2018

Jemen: Humanitäre Katastrophe weitet sich aus

(idea) Der Diakonie zufolge findet neben dem Bürgerkrieg in Syrien derzeit die größte humanitäre Krise im Jemen statt. In dem Land kämpft seit 2015 eine Militärallianz unter Führung von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten an der Seite der sunnitisch geprägten Zentralregierung gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi- Rebellen. Nach Angaben der Diakonie weiten sich humanitäre Krisen in der Region auch aufgrund des Klimawandels aus. Im Jemen, Südsudan, in Nigeria und Somalia hungerten 20 Millionen Menschen, darunter 1,4 Millionen Kinder. Die Diakonie habe dort im Jahr 2018 bisher Hilfe in Höhe von fast elf Millionen Euro geleistet. Insgesamt nahm die Diakonie Katastrophenhilfe im Jahr 2017 54,9 Millionen Euro ein. Davon waren 27,5 Millionen Euro Spenden. Dazu kamen öffentliche Mittel sowie Beiträge Dritter. Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung umfasst die Diakonie Deutschland und die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“, zu der auch die Diakonie Katastrophenhilfe gehört. Präsidentin von „Brot für die Welt“ ist Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsident der Diakonie Deutschland Ulrich Lilie (beide Berlin).