01.04.2025
Deutschland: Gewaltkriminalität erreicht Höchststand seit 2010
Wie der Vorsitzende der Christlichen Polizeivereinigung die Entwicklung sieht
Berlin/Hamburg (IDEA) – Die Gewaltkriminalität in Deutschland hat im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Das berichten „Spiegel“ und „Welt“ übereinstimmend vorab über die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik, die am 2. April vorgestellt wird. Demnach registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 217.300 Fälle im Bereich der Gewaltkriminalität. Das ist ein Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der Höchstwert seit 2010. Auffällig: Ausländische Tatverdächtige sind bei Gewaltdelikten (Anteil: 39 Prozent) im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung (etwa 15 Prozent) überproportional oft polizeilich verdächtig. Gestiegen ist erneut auch die Gewaltkriminalität bei Minderjährigen: Um 11,3 Prozent nahm die Zahl der Verdächtigen bei Kindern zu und um 3,8 Prozent bei Jugendlichen. Ein deutliches Plus gab es zum Beispiel bei Delikten, bei denen ein Messer eingesetzt oder es versucht wurde. Hier registrierten die Sicherheitsbehörden 15.741 Fälle; 2023 waren es noch knapp 9.000.
Clas: Zahlen sind alarmierend – Für ehrliche Debatte über die Ursachen
Der Bundesvorsitzende der Christlichen Polizeivereinigung (CPV), Erster Kriminalhauptkommissar Holger Clas (Hamburg), nannte die Entwicklung „alarmierend“. So werde das Tatmittel „Messer“ immer häufiger eingesetzt. In Bayern beispielsweise sei die Zahl der Messerangriffe um 110 Prozent gestiegen. Besonders besorgniserregend sei der dramatische Anstieg von Sexualstraftaten um 9,3 Prozent sowie die Zunahme schwerer Körperverletzungen. „Erschreckend“ sei auch, dass fast die Hälfte der Tatverdächtigen in Deutschland Ausländer seien. Die dramatischen Zahlen der Kriminalstatistik 2024 machten deutlich, welche Herausforderungen eine unkontrollierte Migration mit sich bringe. Der starke Rückgang bei Rauschgiftdelikten (-34,2 Prozent) sei hingegen vor allem auf die Legalisierung von Cannabis zurückzuführen – weniger auf eine tatsächliche Kriminalitätsminderung.
Deutschland braucht Gebet
Laut Clas zeigen die Zahlen eindrücklich, dass das Sicherheitsgefühl vieler Bürger weiter erheblich belastet werde. „Es braucht endlich eine ehrliche Debatte über Ursachen, Prävention und eine konsequente Strafverfolgung – ohne ideologische Scheuklappen.“ Doch neben politischem Handeln brauche Deutschland Gebet: „Lasst uns für Schutz und Weisheit für unsere Polizei, für Frieden in unserer Gesellschaft und für eine Rückkehr zu christlichen Werten beten!“ Dazu zitierte Clas Psalm 127, Vers 1b: „Wenn der HERR nicht die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter vergeblich“ (Hoffnung für alle“).