01.12.2025
Nordkorea: Missionar seit mehr als einem Jahrzehnt hinter Gittern
Gefangener des Monats Dezember 2025

Der inhaftierte Christen Kim Jung-wook aus Nordkorea ist Gefangener des Monats Dez.25 Foto: picture-alliance/ASSOCIATED PRESS
Frankfurt am Main/Wetzlar (IDEA) – Als „Gefangenen des Monats Dezember 2025“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den in Nordkorea inhaftierten Christen Kim Jung-wook benannt. Der 61-Jährige befindet sich bereits seit mehr als einem Jahrzehnt in einem Gefangenenlager. Der Missionar hatte ab 2007 in der chinesischen Grenzstadt Dangdong gelebt. Aufgrund von Versprechungen glaubte der Baptist, am 7. Oktober 2013 sicher mit Bibeln und anderen religiösen Schriften nach Nordkorea einreisen zu können. Das war jedoch eine Falle: Er wurde am Tag nach seiner Einreise festgenommen und verhört. Kim Jung-wook wurde vorgeworfen, einen Umsturzversuch unternommen und für Südkorea spioniert zu haben. Im Februar 2014 trat er vor nordkoreanischen Medien mit einer offenbar erzwungenen Selbstbezichtigung und Entschuldigung auf. Er habe Anweisungen des südkoreanischen Geheimdienstes befolgt. Am 30. Mai 2014 wurde er zu lebenslanger Haft in einem Arbeitslager verurteilt. Die Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats zu willkürlichen Inhaftierungen forderte am 13. März 2025 die sofortige Freilassung Kim Jung-wooks sowie zwei weiterer südkoreanischer Christen. Die IGFM und IDEA stellten ihn erstmals im März 2015 als „Gefangenen des Monats“ vor. Sie rufen dazu auf, den kommunistischen Diktator Kim Jong-un in Briefen zu bitten, Auskunft über den Verbleib des Missionars zu geben und ihn umgehend freizulassen.
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