03.07.2025
Südkorea: 6 Amerikaner festgenommen, die Bibeln nach Nordkorea schicken wollten
International Christian Concern - Die südkoreanischen Behörden haben heute sechs Amerikaner festgenommen, nachdem sie versucht hatten, 1.600 Plastikflaschen mit Miniaturbibeln auf dem Seeweg nach Nordkorea zu schicken.
Nach Angaben der Polizei auf der Insel Gwanghwa wird gegen die Amerikaner ermittelt, weil sie angeblich gegen das Gesetz zum Katastrophenschutz verstoßen haben. Die Amerikaner sollen die Flaschen, die auch USB-Sticks, Geld und Reis enthielten, ins Meer geworfen haben, in der Hoffnung, dass die Nordkoreaner sie irgendwann an ihre Küste gespült finden würden. Über den Inhalt der USB-Sticks machte die Polizei keine Angaben.
Christliche Missionare und Menschenrechtsorganisationen haben versucht, Plastikflaschen auf dem Seeweg und Luftballons auf dem Luftweg nach Nordkorea zu schicken. Die Flaschen und Ballons enthalten oft eine breite Palette von Gegenständen, von Bibeln bis zu antinordkoreanischer Propaganda und Verweisen auf die südkoreanische Popkultur. Die südkoreanischen Behörden haben den Versand solcher Gegenstände über die Grenze von 2021 bis 2023 verboten, da sie befürchten, dass diese Gegenstände die Spannungen mit dem Norden zum Überkochen bringen könnten.
Das südkoreanische Verfassungsgericht hat ein Gesetz, das den Versand solcher Gegenstände über die Grenze unter Strafe stellte, mit der Begründung abgelehnt, es schränke die Meinungsfreiheit ein. Präsident Lee Jae Myung hat sich seit seinem Amtsantritt vor einigen Wochen verpflichtet, derartige Kampagnen zu stoppen, da derartige Artikel Nordkorea provozieren könnten
Quelle: International Christian Concern; www.persecution.org
Aus dem Englischen übersetzt und überarbeitet von AKREF