07.07.2025
USA: Sturzflut in Texas - Christliches Ferienlager betroffen
US-Präsident Trump spricht von einer „furchtbaren Tragödie“
Kerrville (IDEA) – Im US-Bundesstaat Texas sind bei einer Sturzflut mindestens 82 Menschen ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge ist auch ein christliches Ferienlager für Mädchen betroffen. Auslöser für die Flut waren heftige Regenfälle in der Nacht zum 4. Juli, die den Fluss Guadalupe hatten anschwellen lassen. Damit wurden auch das an seinem Ufer gelegene Lager sowie weite Teile des gesamten Bezirks Kerr County überschwemmt. Teilweise stand das Wasser über acht Meter hoch. Allein in Kerr County fanden Einsatzkräfte 68 Leichen, darunter 28 Kinder. Zehn der etwa 750 angemeldeten Mädchen im christlichen „Camp Mystic“ sowie eine Betreuerin werden noch gesucht. Wie viele Teilnehmerinnen starben, ist noch unbekannt. „Sky News“ nannte bislang fünf Mädchen im Alter von acht und neun Jahren. Wie die lokale Zeitung „The Kerrville Daily Times“ berichtet, starb auch der langjährige Direktor des Camps, Richard „Dick“ Eastland. Er leitete die christliche Einrichtung seit über 50 Jahren und hatte versucht, Mädchen aus den Fluten zu retten. Das „Mystic Camp“ besteht seit 1926 und ist ein christliches Mädchenlager ohne konfessionelle Anbindung. Neben Aktivitäten wie Jagen, Angeln und Reiten gehören auch Gottesdienste, Bibellesen und das Singen christlicher Lieder zum Freizeitangebot. Das Camp gilt als Freizeitort für Mädchen der texanischen Oberschicht.
Reaktionen aus Politik und Kirche
Zahlreiche Politiker und Kirchenführer zeigten sich entsetzt über das Unglück. US-Präsident Donald Trump erklärte auf seinem Kurznachrichtendienst „Truth Social“: „Melania und ich beten für alle Familien, die von dieser furchtbaren Tragödie betroffen sind.“ Auch Papst Leo XIV. kondolierte den betroffenen Familien. Der texanische Gouverneur Greg Abbott (Republikaner) rief noch am 4. Juli den Katastrophenfall aus. „Es braucht Gott, aber es braucht auch entschlossene Maßnahmen”, erklärte er. Laut der Onlinezeitung „Christian Post“ organisierten Gemeinden im Bundesstaat Gottesdienste und beteten für die Betroffenen.