10.04.2026

Deutschland: "Wahrer Friede ist die Gegenwart Christi im Sturm"

Yassir Eric: Er sprach über Frieden in Zeiten von Bedrängnis

Willingen (IDEA) – Der Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen an der AWM Korntal, Bischof Yassir Eric, hat Christen dazu aufgerufen, ihr Herz nicht in die Hände der Angst zu geben. „Wenn das Herz den Frieden verliert, verliert der Mensch seine Mitte“, betonte er in einer Bibelarbeit beim SPRING-Festival vor rund 3.000 Teilnehmern. Die Konferenz findet vom 6. bis 11. April im nordhessischen Willingen unter dem Motto „Friede mit dir!“ statt. Veranstalter ist die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD). Friede bedeute nicht die Abwesenheit von Krieg, Stress oder innerer Unruhe, sondern Ganzheit, Versöhnung und Leben unter dem Segen Gottes: „Wahrer Friede ist nicht zuerst die Abwesenheit von Sturm. Wahrer Friede ist die Gegenwart Christi im Sturm.“ Jesus biete seinen Nachfolgern einen Frieden, der durch Leid hindurchgegangen sei - und darum halte er. Christen müssten mit Widerstand rechnen. Er berichtete in diesem Zuge von einer christlichen Familie in Syrien, die er persönlich gekannt und getauft habe und die vor kurzem aufgrund ihres Glaubens getötet wurde. „Die Bedrängnis ist real. Aber sie regiert nicht. Angst ist real. Aber sie hat nicht das letzte Wort. Die Dunkelheit ist real. Aber sie ist nicht der Herr.“ Wahrer Friede sei nie nur ein warmes Gefühl: „Wahrer Friede ist die Kraft Christi, die mich befähigt, anders zu leben als diese Welt.“

SCM-Geschäftsführer: „Ich habe mit meinen Emotionen gehadert“

In einer Talkrunde zum Thema „Die Bedeutung täglichen Friedens“ sprachen die Autorin und Pastorin der Freien evangelischen Gemeinde Frankfurt CityChurch, Franziska Klein, der Geschäftsführer in der SCM Mediengruppe, Christian Brenner (Stuttgart), und Moderatorin Kim Diehl (Frankfurt am Main) über die Bedeutung täglichen Friedens. Für Diehl ist innerer Friede eine Gelassenheit, die sie in sich spüre – auch wenn das Leben manchmal hektisch sei: „Auch Jesus war richtig beschäftigt. Er wurde ständig unterbrochen. Trotzdem war Jesus nicht gehetzt.“ Sie rief dazu auf, sich zu fragen, ob man aus einem Getriebensein oder einem Gehaltensein heraus leben wolle. Brenner berichtete von der angespannten wirtschaftlichen Lage bei Verlagen und den Einfluss auf seinen inneren Frieden. „Ich habe nicht mit Gott gehadert, aber ich habe mit meinen Emotionen und der Situation gehadert“, sagte er. In dieser Zeit habe er in seiner Gemeinde wegen eines Pastorenmangels ausgeholfen und regelmäßig gepredigt. Die Predigtvorbereitungen hätten ihm auch in seiner eigenen Lage geholfen. Für Klein bedeutet Frieden auch immer „Frieden mit sich selbst“. Die Wiederherstellung ihrer Emotionen sehe sie als Geschenk von Jesus Christus und als Teil eines neu gewonnenen Friedens. Das Festival findet seit 1998 jährlich in der Woche nach Ostern statt und wird seit 2010 in Willingen ausgerichtet. Rund 400 Ehrenamtliche sind im Einsatz.