02.02.2026
China: Tibet - Gefangen in der Angst
(AVC) Tibet ist bis heute eine der herausforderndsten Regionen für Evangelisation. Unsere Partner in China berichten, dass der Widerstand sehr gross ist, wenn Menschen dort von Jesus hören. Zwei Kräfte schränken diese Freiheit ein. Zum einen der tibetische Buddhismus. Ein ausgeprägter Geisterkult hält die Menschen in Angst gefangen. Weil diese Religion tief mit kultureller Identität, Familie und Alltag verbunden ist, wird die Abkehr als Verrat empfunden.
Zum anderen die kommunistische Regierung, die evangelistische Aktivitäten unterdrückt. Die Tibeter betrachten den Dalai Lama als ihren spirituellen Führer. Die Partei will nicht, dass Tibeter Christen werden und ihre Loyalität auf eine andere spirituelle Instanz übertragen, die sich ihrer politischen und ideologischen Kontrolle entzieht. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, welche die Gute Nachricht aufnehmen, und es entstehen Gemeinden. Meist aber werden diese jungen Kirchen durch Überfälle, Vertreibungen und staatliche Verfolgung zerstört oder in den Untergrund getrieben.
So erging es auch einer Gruppe von Gläubigen, die sich in den 2000er-Jahren bildete und auf 300 überwiegend junge Mitglieder anwuchs. Durch ihre Online-Aktivitäten gerieten sie ins Visier der Behörden. Verhöre, Einschüchterungen und die Deportation aller Leiter zurück in ihre Heimatprovinz führten schließlich dazu, dass die Gemeinde zerfiel und die Christen zerstreut wurden.
Aber Missionare aus China geben den Tibet nicht auf. Sie werden entsandt, um die verbliebenen tibetischen Christen zu stärken und zu ermutigen, ihre eigenen Landsleute zu erreichen. Viele von ihnen zahlen dafür einen hohen Preis: Arbeitsplatzverlust, Hausarrest, ständige Polizeikontrollen oder Umerziehungsmaßnahmen. Trotz all dieser Belastungen wächst die Anzahl der Christen in Tibet weiter, insbesondere unter Studenten.
Heute beten wir ...
... dass neu entstehende Gemeinden in Tibet Wurzeln schlagen,es,
... um Schutz für die Missionare aus China,
... dass die Gute Nachricht auch Mitglieder der Kommunistischen Partei erreicht.