26.01.2026

USA: US-Vize J.D. Vance: Das Leben ist ein Geschenk

Zehntausende demonstrieren in Washington für Lebensschutz

Washington (IDEA) – US-Vizepräsident J.D. Vance hat den Schutz ungeborenen Lebens als zentrale gesellschaftliche Aufgabe bezeichnet. Er sprach am 23. Januar vor Zehntausenden Teilnehmern beim 53. „Marsch für das Leben“ in der US-Hauptstadt Washington. Der diesjährige Marsch stand unter dem Motto „Das Leben ist ein Geschenk“. In seiner Ansprache auf der National Mall würdigte Vance das Engagement der Lebensschutzbewegung und betonte, dass es dabei nicht nur um Politik gehe, sondern um die grundlegende Frage, „ob wir eine Zivilisation unter Gott bleiben,“ oder zu naturreligiösen Überzeugungen der Vergangenheit zurückkehrten. Er hob hervor: „Wir wissen, dass das Leben ein Geschenk ist. Babys sind ein Segen, weil wir sie kennen, lieben und sehen, wie sie unsere Familien verändern.“ Zudem lobte Vance die Maßnahmen der Trump-Regierung, etwa die Begnadigung verurteilter Lebensschützer und das Ende staatlich finanzierter Experimente mit abgetriebenen Föten. Der Schutz ungeborenen Lebens solle weiterhin Priorität eingeräumt werden. Mit US-Präsident Donald Trump habe die Lebensschutzbewegung einen Verbündeten im Weißen Haus, so Vance. Zuletzt hatte es kritische Stimmen aus der Lebensrechtsbewegung gegeben, denen der Einsatz Trumps für die Lebensrechtsbewegung nicht weit genug geht. Während Trump eine Videobotschaft sendete, sprachen neben Vance führende Politiker wie der Sprecher des Repräsentantenhauses, der Republikaner Mike Johnson, und der republikanische Kongressabgeordnete Chris Smith bei der Kundgebung. Alle Reden fanden aus Sicherheitsgründen hinter Panzerglas statt.

Papst: Schutz des Lebens ist Grundlage aller Menschenrechte

Papst Leo XIV. sandte eine schriftliche Grußbotschaft. Darin dankte er für das „eindrucksvolle öffentliche Zeugnis“ Der Papst betonte, eine Gesellschaft sei „nur dann gesund und fortgeschritten, wenn sie die Heiligkeit des menschlichen Lebens schützt und sich aktiv für dessen Förderung einsetzt“. Besonders junge Menschen rief er auf, sich weiterhin für das Leben in allen Phasen einzusetzen, und auch den Dialog mit zivilgesellschaftlichen und politischen Führungspersönlichkeiten zu suchen.

Wie der Marsch entstand

Der jährlich stattfindende „Marsch für das Leben“ wurde 1974 als Reaktion auf das Grundsatzurteil „Roe gegen Wade“ ins Leben gerufen. In diesem hatte das Oberste Gericht in den USA 1973 Schwangerschaftsabbrüche de facto für rechtmäßig erklärt. 2022 kippte das Gericht dieses Urteil und stellte fest, dass Abtreibung kein Grundrecht sei. Nun ist es an den 50 Bundesstaaten, die gesetzliche Regelungen festzulegen. Seitdem haben fast zwei Dutzend Staaten ein vollständiges oder weitgehendes Abtreibungsverbot erlassen.