27.01.2026
Deutschland: Nordrhein-Westfalen will islamischen Religionsunterricht ausbauen
Schulministerin: Das Fach hat positive Auswirkungen
Düsseldorf (IDEA) – Die nordrhein-westfälische Landesregierung will den islamischen Religionsunterricht an den Schulen des Landes ausbauen. Das kündigte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) vor dem Landtag in Düsseldorf an. Anlass war die Vorstellung eines Berichts über die Auswirkungen des Unterrichts auf Lehrer und Schüler. Das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster hatte ihn im Auftrag des Schulministeriums erstellt. Laut dem Bericht ist der islamische Religionsunterricht „wertschätzend, motivierend, alltagsrelevant, Toleranz und Pluralität fördernd und positiv fürs Schulklima“, sagte Feller. Er biete muslimischen Schülern eine wichtige Orientierung, „gerade auch in einer Zeit, in der Social-Media-Inhalte polarisierend, aufhetzend oder einfach nur falsch sind“. Der Direktor des Zentrums, der islamische Religionspädagoge Prof. Mouhanad Khorchide, erklärte, das Schulfach fördere „ein weltoffenes Islamverständnis, das demokratische Grundwerte stärkt“. Für den Bericht wurden 353 Schüler und 60 Lehrer mit Fragebögen sowie 45 Lehrer und Schüler in persönlichen Gesprächen befragt. Im laufenden Schuljahr erteilen an nordrhein-westfälischen Schulen 332 Lehrer fast 32.000 Schülern islamischen Religionsunterricht.