29.01.2026
Iran: Zur Menschenrechtslage
31. Tag der Revolution - Kurzbericht von IGFM
Zehntausende Todesopfer in nur fünf Tagen, grausamste Verbrechen an Verletzten und Ärzte, denen die Hinrichtungen droht - dies ist die aktuelle Lage im Iran.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Hrana wurden seit Beginn der landesweiten Proteste mindestens 6.126 Todesfälle bestätigt. Die Dunkelziffer wird jedoch weitaus höher geschätzt, es kursieren Schätzungen bzw. noch nicht verifizierte Zahlen von 30.000 bis 50.000 Toten.
Das Regime setzt auf maximale Repression. In vielen Städten berichten Bürger von einer faktischen Militärherrschaft: Revolutionsgarden, Basij-Milizen und häufig in Zivil agierende Polizeikräfte kontrollieren Straßen, errichten Checkpoints und schränken die Bewegungsfreiheit massiv ein. Angst, Überwachung und willkürliche Kontrollen prägen den Alltag. Seit zwei Wochen ist der Internetzugang nahezu vollständig unterbrochen; dennoch gibt es zahlreiche Berichte über Festnahmen, Einschüchterungen von Angehörigen und erzwungene Geständnisse.
Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich dringender denn je die Frage nach der Zukunft der iranischen Zivilgesellschaft und dem Schicksal der politischen Gefangenen.
Alle freiheitsliebenden Iraner sagen deutlich: "Dieses Regime der Mullahs muss weg, unter diesem Regime wird es nie Freiheit geben!", ein Thema, über welches ich am 19. Januar im HR-Podcast "Mutig gegen Mullahs: Irans Kampf um Freiheit" sprechen konnte.
Es sind keine einfachen Zeiten, wir sehen parallel die katastrophale Lage in Nordostsyrien und wir sind täglich im Austausch mit unseren Freunden und Partnern in der Ukraine. Das neue Jahr hat nicht gut begonnen, aber wir geben nicht auf und gemeinsam mit Ihnen können wir Menschen in Not unterstützen und auf Missstände aufmerksam machen.