06.03.2026
Weltweit: Samaritan‘s Purse prangert sexuelle Ausbeutung von Frauen an
„Deutschland ist nicht unschuldig am weltweiten Menschenhandel“
Berlin (IDEA) – Anlässlich des Weltfrauentags (8. März) hat das christliche Hilfswerk „Samaritan‘s Purse – Die barmherzigen Samariter“ auf die weltweite Ausbeutung von Frauen hingewiesen und zum Handeln aufgerufen. Millionen Frauen und Mädchen seien von Armut und Perspektivlosigkeit betroffen. Die Folgen seien mitten in deutschen Städten sichtbar – etwa im Rotlichtmillieu von Berlin. Der Vorstand der Organisation im deutschsprachigen Raum, Sylke Busenbender (Berlin), erklärte dazu: „Deutschland ist nicht unschuldig am weltweiten Menschenhandel.“ Die hiesigen Prostitutionsgesetze hätten das Land zu einem der größten Märkte für sexuelle Ausbeutung gemacht. „Wenn wir auf Frauen schauen, sehen wir die Bruchstellen unserer Welt besonders deutlich“, so Busenbender. Sie rief dazu auf, die Situation von Frauen weltweit stärker in den Blick zu nehmen. Der Vorstand verwies dabei auf das Projekt „Alabaster Jar“ in Berlin. Im Jahr 2025 hätten Mitarbeiterinnen von Samaritan‘s Purse dort mehr als 300 Frauen in Bordellen und Stripclubs besucht. Sie hörten in diesem Zuge immer ähnliche Geschichten: Gewalt, Zwang, ökonomischer Druck oder emotionale Abhängigkeiten ließen den Frauen keine andere Wahl, als ihren Körper zu verkaufen. Busenbender die Notwendigkeit, die Ursachen für Ausbeutung bereits in den Herkunftsländern der Betroffenen zu bekämpfen. Dazu hat Samaritan‘s Purse neben der Arbeit in Berlin weltweit unterschiedliche Bildungs-, Präventions- und Gesundheitsprojekte aufgebaut, um Frauen und Mädchen langfristig zu stärken. Laut Statistischem Bundesamt waren 2024 in Deutschland rund 32.000 Prostituierte gemeldet, fast 27.000 hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. Experten schätzen weit höhere Dunkelziffern. Internationaler Präsident von Samaritan’s Purse ist der Evangelist Franklin Graham (Charlotte/US-Bundesstaat North Carolina). Das Werk ist neben humanitären Hilfsaktionen und -projekten im deutschen Raum vor allem durch die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ bekannt.