19.03.2026
DR Kongo: Blutige Gewalt gegen Christen und andere
IIRF-D/BA/Tübingen/19.03.26ö - Medienquellen des Islamischen Staates meldeten am 13. März die Tötung von 17 Christen und die Entführung von rund 100 weiteren im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo.
In einem Social-Media-Beitrag berichtete die Provinz Zentralafrika des Islamischen Staates (ISCAP) zudem von einem „blutigen Angriff“ auf „das christliche Dorf Mushasha“ in der Provinz Ituri.
Die Terroristen brannten zudem Dutzende Häuser im Dorf nieder.
Bilder, die auf den Social-Media-Kanälen des Islamischen Staates veröffentlicht wurden, zeigten die chinesischen Bergbauanlagen in Mushasha in Flammen
Mushasha ist Standort einer chinesischen Goldmine sowie einer Basis des kongolesischen Militärs, die beide ebenfalls angegriffen wurden.
Das Epizentrum der ISCAP-Aktivitäten ist das Lubero-Territorium in der benachbarten Provinz Nord-Kivu, doch auch Gemeinden in Ituri sind von terroristischen Aktivitäten und gewaltsamer Verfolgung betroffen.
Am 10. März nahmen ISCAP-Kämpfer zwei Christen aus dem Dorf Mayuano gefangen und enthaupteten sie.
Im Juli 2025 war das Dorf Komanda, nur unweit von Mushasha, Schauplatz einer weiteren Gräueltat, als die ISCAP bei einem Angriff auf einen Gottesdienst am frühen Morgen 34 Menschen niedermetzelte.
Die Terroristengruppe (früher bekannt als Allied Democratic Forces, ADF) hat die Ermordung von mindestens 850 Christen für sich beansprucht, seit ihre Gewalt gegen christliche Gemeinschaften im Dezember 2024 eskalierte.