31.03.2026
Weltweit: Christen im globalen Süden befürchten Anschläge zu Ostern
Kirchengemeinden reagieren mit verschärften Sicherheitskonzepten
Aachen (IDEA) – Das katholische Hilfswerk missio (Aachen) hat sich angesichts des Iran-Kriegs besorgt über die Lage von Christen in Afrika und Asien geäußert. In Ländern wie Nigeria und Pakistan befürchteten Christen zu Ostern vermehrt Anschläge islamistischer Gruppen. Das gehe aus einer Umfrage unter 20 Partnerorganisationen in betroffenen Ländern hervor. Sicherheitsmaßnahmen würden verschärft, da Extremisten die Eskalation im Nahen Osten nutzen könnten, um Christen als vermeintliche Verbündete der USA oder Israels zu brandmarken, hieß es. Wie der Sekretär für Flüchtlingsarbeit der katholischen Bischofskonferenz in Nigeria, Augustine Akhobga, berichtet, machen sich Islamisten zu Ostern für „Aktionen“ bereit. Pfarreien reagierten mit verschärften Sicherheitskonzepten: Diözesen arbeiteten enger mit Sicherheitsbehörden zusammen, schulten Freiwillige für Zugangskontrollen und bauten die Videoüberwachung aus. Auch Gottesdienstzeiten würden angepasst. Zugleich suche man den Dialog mit muslimischen Würdenträgern, um Spannungen zu entschärfen. Mehrere Partner des Hilfswerks riefen Deutschland und Europa zu einem entschlosseneren Einsatz für einen Waffenstillstand und politische Verhandlungen im Nahen Osten auf. Zudem verwiesen sie auf den Bedarf vieler Länder des globalen Südens beim Ausbau erneuerbarer Energien. Die infolge des Iran-Kriegs steigenden Energiepreise trieben in einigen Ländern Inflation sowie Lebensmittel- und Transportkosten in die Höhe.