07.05.2026
Nigeria: Terror geht weiter
Trotz zunehmender internationaler Aufmerksamkeit (aber auch Abwiegelung, was religiöse Aspekte des Terrors anbelangt) gehtr dieser unvermindert weiter. Einige aktuelle Beispiele:
Vermutlich islamistische Fulani entführten am Sonntag, dem 26. April, neun Christen, darunter sechs Schulkinder, nachdem sie im Verwaltungsbezirk Kachia (LGA) im südlichen Teil des Bundesstaates Kaduna im „Middle Belt“ Nigerias einen offenen Lastwagen überfallen hatten.
Ein weiteres Kind starb bei dem Versuch zu fliehen.
Das Fahrzeug beförderte die Kinder auf ihrem Rückweg zur Schule nach den Schulferien, als der Angriff stattfand. Christliche Familien aus dem Dorf Akwando hatten den Lastwagen gemietet, um 25 Kinder in die Stadt Kachia zu bringen, wo sie weiterführende Schulen besuchten.
Weniger als zehn Minuten nach Beginn der 18 Meilen langen Fahrt zwangen die Angreifer das Fahrzeug zum Anhalten.
In dem darauf folgenden Chaos sprangen 15 Kinder aus dem Fahrzeug und flohen, indem sie stundenlang zu Fuß zu den nächsten Ortschaften liefen; sechs wurden jedoch gefangen genommen, zusammen mit dem Lkw-Fahrer und zwei weiteren Erwachsenen.
Manasseh Samuel, Pressesprecher der Kuturmi Unity Development Association mit Sitz in Kachia, verurteilte den Angriff und sagte: „Dieser sinnlose Akt der Gewalt gegen unschuldige Reisende, insbesondere Schüler, ist zutiefst beunruhigend und inakzeptabel.“
In der Erklärung wurden die Entführten namentlich genannt, darunter sechs Schulkinder: Augustina Muntari, Happy Muntari, Favour Tanimu, Patience Joseph, Peace Irimiya und Bishara Irimiya. Der Fahrer, Irimiya Galadima, wurde ebenfalls entführt, ebenso wie die begleitenden Erwachsenen Fatu Danladi und Laraba Caleb.
Das Mädchen, das ums Leben kam, hieß Purity Babangida.
In der LGA Kachia kam es bereits Anfang April zu zwei Entführungen von Christen. Zwei Männer wurden getötet und sieben entführt, als islamistische Bewaffnete am 20. April in Awon einfielen. Am Ostersonntag, dem 5. April, griffen Islamisten Gottesdienste in zwei Kirchen in Ariko an, töteten sieben Gottesdienstbesucher und entführten weitere 31 Christen.