12.05.2026
Russland: Beerdigung - eine Gelegenheit
(Licht im Osten) Im Fernen Osten Russlands ist Glaubensbruder A.O. mit der Verkündigung des Evangeliums unter seinem heidnischen Volk im Einsatz. Er schreibt: „Eine junge Frau war vor einem Jahr zu unserem Weihnachtsgottesdienst gekommen und hatte viele Fragen gestellt. Wir hatten uns mit ihr unterhalten, doch danach kam sie nie wieder. Nun bat sie uns, ihre Großmutter christlich zu beerdigen. Wir waren natürlich überrascht, denn die Menschen in unserem Volk beerdigen ihre Toten normalerweise anders. Wenn ein Mensch stirbt, suchen sie zunächst Lamas und Schamanen auf, um zu erfragen, an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit und in welcher Kleidung der Tote beerdigt werden soll, welche Farbe der Sarg haben muss und in welche Richtung er ausgerichtet werden muss. Dafür zahlen sie eine Menge Geld. Nun stellte sich heraus, dass die verstorbene Frau schon seit Langem gläubig gewesen war. Sie ging nicht in die Gemeinde, da sie behindert war (sie hatte kranke Beine). Als sie jung war, hatten sie und ihr Mann einen Unfall. Sie war schon vor langer Zeit zum Glauben an Gott gekommen, las zu Hause in der Bibel sang Lieder und erzählte ihren Enkelinnen von Gott. Bevor sie starb, bat sie ihre Enkelinnen, sich an Pastoren zu wenden und sie zu bitten, sie christlich zu beerdigen. Ich war überrascht, denn es war das erste Mal, dass Menschen um eine christliche Beerdigung baten. Selbstverständlich kamen wir diesem Wunsch nach und sprachen mit der Enkelin. Bei der Beerdigung herrschte eine ruhige Atmosphäre, und ich durfte vor allen ungläubigen Verwandten predigen. Der Herr gab uns die Gelegenheit, das Evangelium zu verkünden. Wir sangen ein ruhiges Lied, bezeugten, dass die Großmutter jetzt im Himmel sei, und ermahnten die Enkelinnen, in die Fußstapfen ihrer Großmutter zu treten. Alle Anwesenden hörten sehr interessiert zu. Ich sprach über den reichen Mann und Lazarus, über Tod und Leben
und darüber, dass es notwendig ist, zu Gott umzukehren.“
➢ Bitte beten sie für diese große Familie, dass die bei der Beerdigung gehörte Verkündigung in ihren Herzen nachwirkt und viele von ihnen ihr Leben und ihre Ewigkeit an Christus festmachen. „Wir danken Ihnen von Herzen, dass Sie für unsere älteste Tochter beten. Sie kommt immer wieder zum Gottesdienst und zu Bibelstunden mit. Wenn sie bei uns ist, hilft sie ihrer Mutter beim Putzen und Kochen. Manchmal jedoch geht sie von zu Hause weg, trifft sich mit Freunden und trinkt mit ihnen. Immer wieder denken wir, dass sie sich endlich geändert hat, aber nein. Ihre Freunde bringen sie immer wieder auf Abwege.
➢ Bitte beten Sie für sie, dass sie sich für Jesus entscheidet. Unsere andere Tochter hat ihr Studium in K. aufgenommen, musste sich aber zu Beginn dieses Jahres wegen Krankheit für ein Jahr beurlauben lassen. Sie ließ sich untersuchen. Dabei haben die Ärzte eine Krankheit in der Gebärmutter festgestellt.
➢ Wir beten, dass der Herr sie heilt und sie ihr Studium fortsetzen kann.
➢ Bitte beten Sie auch für die Sommertagescamps, bei denen wir das Evangelium verkündigen können. Gern würde ich eine Feier zum 90. Geburtstag meiner Mutter organisieren, um alle – auch die ungläubigen – Verwandten, Kinder, Enkel und Urenkel zu versammeln und ihnen das Evangelium zu verkündigen. Einige Verwandte und Enkelkinder sind bereits gläubig.
➢ Ich bete, dass noch mehr von ihnen zum Glauben kommen.“