14.05.2026
Indien: Wie die „Antikonversionsgesetze“ in der Praxis funktionieren
Zwei Christen wurden festgenommen und inhaftiert, nachdem Extremisten am Sonntag, dem 26. April, eine Gebetsversammlung in Jabalpur, Madhya Pradesh, Indien, gestört hatten.
Beiden Männern wurde vorgeworfen, unrechtmäßig versucht zu haben, durch Gewalt, Täuschung oder Verlockung neue Anhänger zu gewinnen. Die beiden wurden inzwischen gegen Kaution freigelassen.
Die Extremisten drangen gewaltsam in das Gebäude ein, konfrontierten die Gemeinde und zwangen schließlich zur Beendigung des Gottesdienstes.
Das Gesetz zur Religionsfreiheit in Madhya Pradesh, auch „Anti-Konversionsgesetz“ genannt, verbietet die Gewinnung von Konvertiten durch Gewalt oder Zwang.
Dreizehn indische Bundesstaaten haben Anti-Konversionsgesetze.
Extremisten glauben oft fälschlicherweise, dass solche Gesetze alle Konversionen vom Hinduismus unter Strafe stellen oder sogar jede Form christlicher Evangelisation oder Gottesdienstes verbieten.
Die Situation religiöser Minderheiten in Indien ist komplex; einige Bundesstaaten verfolgen eine aggressive antichristliche Agenda, während andere Toleranz und Koexistenz fördern.