14.05.2026

Iran: Die aktuelle Lage gibt weiterhin Anlass zu größter Sorge

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet

Besonders alarmierend ist die seit nunmehr 73 Tagen anhaltende, massive Einschränkung des Internets. Mit über 1.728 Stunden digitaler Isolation wird die Bevölkerung gezielt von unabhängigen Informationen abgeschnitten. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnt, dass diese Blockade systematisch eingesetzt wird, um staatliche Gewalt zu verschleiern und die Dokumentation von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern.

Berichte über Hinrichtungen ohne faire Prozesse, Folter und erzwungene Geständnisse häufen sich. Erst vorgestern wurde ein 29-jähriger Luft- und Raumfahrttechnikstudent hingerichtet - wir berichteten bereits. Die Todesstrafe wird dabei zunehmend als Instrument der politischen Einschüchterung eingesetzt, um jegliche Form von Opposition einzudämmen.

Und was macht die IGFM?

Wir sind kein passiver Zuschauer, sondern setzen uns aktiv ein: wir weisen auf das Unrecht hin, wir geben den Opfern ein Gesicht, wir verbreiten die Informationen, sensibilisieren Medien, Abgeordnete und Entscheidungsträger für die Lage in Iran.

Auch sprechen wir Abgeordnete an, damit sie sich mit einer politischen Patenschaft gezielt für politische Gefangene einsetzen - dies auch mit tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung von IGFM-Mitgliedern, ein großes Danke dafür von meiner Seite! 

Erst gestern verkündete der Religionsfreiheitsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Rachel, seine Patenschaft für die beiden jungen Bahá'i Peyand Naimi und Borna Naimi, denen die Hinrichtung droht. 

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der dokumentierten Fälle und der aktuellen Entwicklungen. 

Weitere Menschenrechtsverletzungen inmitten des Krieges

Das Regime nutzt die 73-tägige Internetblockade, um Hinrichtungen ohne faire Prozesse zu vertuschen und die Bevölkerung von Informationen abzuschneiden. Diese Isolation dient gezielt dazu, Proteste zu kontrollieren und Menschenrechtsverletzungen vor der Weltöffentlichkeit zu verbergen.

Durch willkürliche Festnahmen, systematische Folter und den Zusammenbruch der medizinischen Versorgung verstärkt die Führung den Druck auf die Zivilgesellschaft. Mit dieser Repression versucht das Regime, jegliche Opposition zum Schweigen zu bringen und die eigene Macht zu legitimieren.