20.05.2026

Iran: Weitere Menschenrechtsverletzungen inmitten des Krieges

(IGFM) Die anhaltende Internetblockade im Iran wird von den Behörden gezielt zur digitalen Repression genutzt. Wer über eine „Whitelist“ Zugang zum Netz erhalten will, muss eine tägliche Quote an Propagandabeiträgen erfüllen, was mittels KI überwacht wird. Gleichzeitig drohen Justiz- und Polizeibehörden der Bevölkerung mit harten Strafen für das Veröffentlichen von Aufnahmen der Luftangriffe. Im ganzen Land wurden illegale Kontrollpunkte errichtet, an denen Mobiltelefone willkürlich durchsucht werden.

Die täglichen Internetausfälle verursachen der Wirtschaft Schäden in Millionenhöhe und gefährden laut dem Kommunikationsminister die Existenz von rund zehn Millionen Menschen. Zudem boomt ein unregulierter Schwarzmarkt für VPNs und Internetkonfigurationen. Dies führt nicht nur zu massiven Preiserhöhungen, sondern erhöht auch das Risiko von Betrug, Datendiebstahl und Schadsoftware für die Bevölkerung.