01.08.2010
Christen sind am stärksten verfolgt
200 Millionen Christen leben ihren Glauben in Unfreiheit
Bad Blankenburg (idea) – Christen sind die am stärksten von Verfolgung betroffene religiöse Gruppe.
Darauf hat der Vorsitzende des Arbeitskreises Religionsfreiheit der Deutschen Evangelischen Allianz und Studienleiter am Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen, Paul Murdoch, aufmerksam gemacht. Zwischen 75 und 85 Prozent aller Verstöße gegen die Religionsfreiheit würden an Christen verübt, sagte er bei der Allianzkonferenz am 31. Juli in Bad Blankenburg (Thüringen). Mindestens 200 Millionen Christen in aller Welt lebten ihren Glauben demnach in Unfreiheit und litten unter Intoleranz, Diskriminierung, pogromartigen Ausschreitungen oder systematischer Verfolgung. In mehr als 60 Staaten werde ihnen das Recht auf Religionsfreiheit verwehrt. Laut Murdoch gibt es unterschiedliche Beweggründe für Christenverfolgung – etwa religiösen Nationalismus oder den totalitären Anspruch von Machthabern. Doch der wirkliche Stein des Anstoßes sei der Glaube an Jesus Christus. Christen stellten in den Augen vieler Nichtchristen das Machtgefüge der Welt infrage, weil sie die Herrschaft Jesu über sich und die Welt anerkennen. Zu den Ländern mit der schärfsten Christenverfolgung gehören nach Murdochs Worten Saudi-Arabien, Afghanistan, China und Nordkorea. In diesem kommunistisch beherrschten Land etwa seien rund 100.000 Christen in Arbeitslagern eingesperrt. Viele stecke man in die Psychiatrie, um ihre Persönlichkeit zu brechen.