27.04.2011
Somalia: 21-jähriger Christ erschossen
(Open Doors, 27. April 2011) – Im Süden von Somalia haben Extremisten einen 21-jährigen Christen vor seinem Haus ermordet. Hassan Adwe Adan aus Shalambod war erst vor wenigen Monaten vom Islam zum christlichen Glauben gekommen. Vor seiner Familie hatte der alleinstehende Mann seinen Glauben an Jesus Christus geheim gehalten. Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtet, haben zwei Al Shabaab-Kämpfer am Abend des 18. April den jungen Christen aus seinem Haus auf die Straße geschleppt und ihn dort mit mehreren Schüssen getötet. Danach schrien die Täter „Allahu akbar“ (Gott ist größer) und flüchteten.
Vierfache Mutter getötet
Das ostafrikanische Somalia gilt als eines der Länder, in dem Christen extrem gefährdet sind. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt es Platz 5 der Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Das Hilfswerk, das sich weltweit für verfolgte und benachteiligte Christen einsetzt, ruft dazu auf, sowohl für die Familie von Hassan Adwe Adan zu beten als auch für die wenigen einheimischen Christen, die sich nur heimlich treffen können. Der jüngste Mord hat die Untergrundgemeinden erneut in Panik versetzt, so ein Informant. Anfang Januar wurde die 36-jährige Asha Mberwa aus der Ortschaft Warbhingly ebenfalls wegen ihres christlichen Glaubens getötet. Der vierfachen Mutter wurde vor den Augen von Nachbarn die Kehle durchgeschnitten.
Somalia soll Gottesstaat werden
Erklärtes Ziel radikal-islamischer Al Shabaab-Kämpfer ist es, in Somalia einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Die Terrorgruppe, die Verbindungen zur Al Kaida unterhält, kontrolliert einen Großteil von Südsomalia sowie Teile Zentralsomalias. Sie strebt danach, sowohl die Übergangsregierung zu stürzen, als auch die strenge Anwendung der Scharia (islamisches Recht) durchzusetzen. Zwischen 3.000 bis 7.000 Anhänger sollen zur Al Shabaab gehören.