27.05.2011

Indonesien: Pressefreiheit in Indonesien?

Im Zweifel für die alten Eliten

Indonesien: Pressefreiheit in Indonesien?

Im Zweifel für die alten Eliten

 

Testfall für eine junge Pressefreiheit: Weil ein Magazin einen Sohn des Ex-Diktators Suharto "Mörder" nannte, soll es Millionen an Entschädigung zahlen 

"Watch Indonesia! e.V. Für Demokratie, Menschenrechte und Umwelt in Indonesien und Osttimor" veröffentlichte einen Artikel von Anett Keller. Sie schreibt in ihrem Artikel an die TAZ folgendes:

"Einen verurteilten Mörder einen verurteilten Mörder zu nennen ist strafbar.Dieser Meinung ist zumindest der zuständige Richter eines Gerichts in Jakarta, der am Dienstag dem Sohn des indonesischen Exdiktators Suharto, Hutomo "Tommy" Mandala Putra, ein Schmerzensgeld von 12,5 Millionen Rupiah (1,5 Millionen US-Dollar) zusprach. Zahlen muss die staatliche indonesische Fluglinie Garuda. Ende 2009 war im Garuda-Bordmagazin ein Artikel über die Urlauberinsel Bali erschienen, wo Tommy mehrere Touristen-Resorts gehören. Der Redakteur, der den Artikel ins Englische übersetzte, hatte eine Fußnote zum Hintergrund des Hotelunternehmers eingesetzt, in der vom "verurteilten Mörder" die Rede war. Dabei hatte das Magazin keine Lügen verbreitet: Tommy wurde 2002 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er den Mord an einem Richter des Obersten Gerichts in Auftrag gegeben hatte, von dem er zuvor wegen Betrugs verurteilt worden war. Jedoch bereits 2006 wurde Suharto jr. wieder auf freien Fuß gesetzt - wegen guter Führung."

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