17.09.2009

Leitartikel: Hindernisse auf dem Weg zu einem freien Islam

von Wafa Sultan

Leitartikel: Hindernisse auf dem Weg zu einem freien Islam

von Wafa Sultan

AKREF - 18.09.2009 - Als arabische Frau, die drei Jahrzehnte lang an einem Leben unter der Scharia gelitten hat, bin ich davon überzeugt, dass sich die westliche Zivilisation gegen die politische Ideologie des Islam und gegen die Anwendung der Scharia in einer freien Gesellschaft unnachgiebig zur Wehr setzen muss.

Ich habe jedoch festgestellt, dass ich an zwei Fronten kämpfe. Die erste Front ist die gegen die Islamisten, und das ist wahrhaft ein furchtbarer Kampf. Die andere Front wird von einer zu großen Zahl an uniformierten Personen gebildet, die sich selbst gern als aufgeschlossene „Progressive“ sehen. Sie scheinen sich selbst in gewisser Weise für überlegen an Mitgefühl, Frieden, Aufgeschlossenheit und Wertschätzung für andere Kulturen zu halten. Da sie sich selbst als tolerante, frei denkende Personen betrachten, vermeiden sie es, sich Fragen über die schädlichen Absichten von Moslems zu stellen. Sie beschränken sich auf Selbstkritik und bringen politisch korrekte Entschuldigungen für den Islamismus vor. Bedauerlicherweise zeigen sie ihre unbestreitbare Akzeptanz für „andere“ auf Kosten der Verantwortung der Gesellschaft, die Wahrheit über die schädlichen Lehren des Islam zu erfahren. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese sogenannten „Progressiven“ erkennen, dass der Islam in Wirklichkeit auf einem antiliberalen System beruht. Sie müssen sich der Realität der unmenschlichen Strategien und Praktiken der Islamisten weltweit stellen. Sie müssen erkennen, dass der Islamismus den von ihnen so geschätzten liberalen Werten diametral entgegensteht. Und was genau so wichtig ist, sie dürfen die Respektierung der Menschenrechte und Menschenwürde, wie wir sie heute in Amerika und den westlichen Ländern erleben, nicht als selbstverständlich betrachten. Die Konfrontation mit den Anhängern des multikulturellen Relativismus ist für mich ein äußerst schmerzlicher Kampf. Ihre Standpunkte erschweren die Bemühungen moslemischer Reformer. Wenn Menschen aus dem Westen politisch korrekte Entschuldigungen für den Islamismus vorbringen, unterdrückt und schwächt dies meine Stimme und die Stimme anderer, die in diesem Kampf stehen. Einfach gesagt, zu viele Einzelne und Institutionen stehen der Überwindung der islamischen politischen Ideologie im Wege. Mit ihrem beschwichtigenden Ansatz behindern sie den nachdrücklichen Einsatz für die Modernisierung des Islams.

Als ich in die USA einwanderte, erfuhr ich zu meinem Entsetzen, dass viele den Islam als„Religion des Friedens“ bezeichnen. Aber für mich, als in einem islamischen Landaufgewachsene Syrierin ist eine Glaubenslehre, die nachdrücklich darauf besteht, dass Frauen böse sind, eine schlechte Glaubenslehre. Eine fromme Ideologie, die Nichtmoslems zwingt, als nicht gleichwertige Untertanen unter ihr zu leben, ist eine unmoralische fromme Ideologie.

Ein besonderer islamischer Begriff heißt auf Arabisch „Al Taqyya“. Darunter versteht man die Erlaubnis, ja sogar Ermutigung für Moslems, andere anzulügen und zu betrügen, um ihr letztes Ziel zu erreichen, nämlich die Welt dem Islam unter dem Rechtssystem der Scharia zu unterwerfen.

Dadurch wird eine destruktive Beziehung geschaffen. Einerseits lügen Islamisten leichtgläubige Nichtmoslems an, anderseits glauben viele Nichtmoslems, insbesondere Verfechter des interreligiösen Dialogs, ihre Lügen und vermeiden es, unangenehme aber notwendige Fragen zu stellen, um ihre gefährlichen Absichten ans Licht zu bringen. In diesem Zusammenhang erweisen sich sowohl Al Taqyya der Moslems als auch die Naivität und Ignoranz des Westens im Hinblick auf die wirklichen Absichten der Islamisten als schädliche Modelle im Umgang miteinander. Beide Ansätze verletzen unser Recht, die Wahrheit zu kennen. Sowohl Al Taqyya als auch „Political Correctness“ sind Rezepte, um den Werten der Freiheit irreversiblen Schaden zuzufügen, welche die Grundlage der Verfassung der Vereinigten Staaten und anderer westlicher Demokratien bilden. Wer die Augen vor den dunklen Seiten des Islams verschließt hat keine moralische Autorität, befreite Araber(innen) wie mich zu ermahnen. Wer nicht den Mut hat, sich mit den Doktrinen des Islam auseinander zu setzen und sich nicht die Freiheit nimmt, die schrecklichen Seiten des Islams offen in Frage zu stellen, steht in diesem Konflikt auf der falschen Seite.

Ich werde meine Mission fortsetzen, weil ich die Moslems liebe. Ich träume von einer Zukunft, in der alle Moslems, insbesondere die aus dem Nahen Osten, die sich nach einem besseren Leben außerhalb ihres repressiven Umfeld sehnen, dieselbe Freiheit genießen können, die bei uns in den USA alle haben. Dies ist nicht nur ein Traum wie der von Martin Luther King. Dies ist ein Traum, dessen Verwirklichung allen Menschen gewährt werden sollte, auch denen in der islamischen Welt. 

Übersetzung: ÖEA

Ein Interview mit Wafa Sultan in englischer Sprache (2006) finden Sie unter folgendem Link: 

video.google.com/videoplay Ein Vortrag, ebenfalls in englischer Sprache, ist abrufbar unter

 

video.google.com/videoplay

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