08.03.2019

Erste AMIN-Flüchtlingskonferenz in Sachsen

Unter den 200 Teilnehmern waren Afghanen, Iraner und Syrer

Erste sächsische Flüchtlingskonferenz „Gemeinsam zu Jüngern machen“

Chemnitz (idea) – Die erste sächsische Flüchtlingskonferenz „Gemeinsam zu Jüngern machen“ des Arbeitskreises Migration und Integration (AMIN) der Deutschen Evangelischen Allianz hat Anfang März in Chemnitz stattgefunden. Wie der mitveranstaltende Verein „Brückenbauer Chemnitz“ mitteilte, nahmen an dem überregionalen Treffen rund 200 Personen aus dem Iran, Afghanistan, Pakistan, Syrien, Ägypten und Somalia sowie Deutsche aus mehreren Bundesländern teil. Hintergrund für die Konferenz ist die zunehmende Zahl an Taufen und Taufinteressierten unter Flüchtlingen in den Gemeinden. Die Einladung richtete sich aber auch an Christen aus Deutschland, die mehr Kontakt zu Migranten anstreben, sowie an Gemeindeleitungen, die nach neuen Wegen für das Gemeindeleben suchen. Wie der Pastor der evangelisch-methodistischen Erlöserkirche Chemnitz, Albrecht Weißbach, der Evangelischen Nachrichtenagentur mitteilte, stand die Veranstaltung unter dem Hauptthema Jüngerschaft. Themen wie die Glaubensprüfungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oder die Problematik, dass Leute sich taufen lassen, um ihre Bleibechancen zu erhöhen, seien nicht explizit behandelt worden. „Aber natürlich sind sie Lebensalltag für alle Teilnehmer und Mitarbeiter und haben sicher in Pausengesprächen eine Rolle gespielt“, so der Pastor.

Pastor: „Glaube schlägt Brücken über Kulturen, Länder und Sprachen hinweg“

Weißbach zeigte sich beeindruckt, wie wertschätzend und hochachtungsvoll die Iraner mit der Bibel umgingen und welche Nachteile und Einschränkungen sie auf sich nehmen, sich offen zu Jesus zu bekennen. In ihrer Heimat könne ein Übertritt vom Islam zum Christentum das Todesurteil bedeuten. Auch in deutschen Flüchtlingsheimen würden Konvertiten nicht selten bedroht. „Diese Bereitschaft ist mir ein Ansporn, Jesus auch dann nachzufolgen, wenn es bedeutet, Nachteile und Einschränkungen in Kauf zu nehmen“, so der Pastor. Wie er sagte, schlägt der neue Glaube von Konvertiten „Brücken über Kulturen, Länder und Sprachen hinweg“. Auf der Konferenz wurden weiterhin muttersprachliche Kleingruppen in Persisch und Arabisch angeboten sowie Material für Hauskreise in diesen Sprachen vorgestellt. Dem 2014 gegründeten ökumenischen Verein „Brückenbauer Chemnitz“ gehören Mitglieder aus verschiedenen landes- und freikirchlichen Gemeinden an. Als christliche Flüchtlingsarbeit bietet er unter dem Motto „Menschlichkeit, Gastfreundschaft und Nächstenliebe“ Deutschkurse, Kontaktstelle und Hilfe für Flüchtlinge an.