27.12.2023

Israel: Präsident fordert Solidarität der Kirchen

Herzog kritisiert „einige zutiefst enttäuschende Äußerungen“ christlicher Leiter

Jerusalem (IDEA) – Der israelische Staatspräsident Isaac Herzog hat die christlichen Kirchen aufgefordert, Israel im Kampf gegen die Terrororganisation Hamas zu unterstützen. Er äußerte sich bei einem Treffen mit Vertretern verschiedener christlicher Gemeinschaften im Heiligen Land. Nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober habe es „einige zutiefst enttäuschende Äußerungen von einigen sehr wichtigen Führungspersönlichkeiten in der christlichen Welt“ gegeben. Über die Attacke der Hamas sagte Herzog: „Böse Kräfte der schlimmsten Sorte haben einen barbarischen, sadistischen Angriff verübt. Sie haben unschuldige Frauen, Kinder, alte Menschen, junge Menschen, Menschen aus 40 Nationalitäten getötet, Geiseln genommen, vergewaltigt, geköpft, verbrannt und vieles mehr.“ Auch christliche Gemeinschaften seien von diesen Gräueln betroffen. Die Taten seien „Ausdruck eines Reiches des Bösen, das von Teheran ausgeht, das an eine dschihadistische Ideologie glaubt, die wir alle ausrotten müssen“. Weiter sagte Herzog, er erwarte „von allen religiösen Führern und allen Stimmen der christlichen Welt, dass sie diese Gräueltaten klar verurteilen und unsere Bemühungen unterstützen, das Böse aus dem Heiligen Land zu vertreiben und eine andere Zukunft für Israelis, Palästinenser und die gesamte Region zu ermöglichen“. Außerdem sagte Herzog: „Israel tut zweifelsohne sein Bestes. Und es kämpft nicht nur für uns gegen die Hamas, sondern für die ganze Welt, für die Stimmen der Moral.“ An dem Treffen nahmen u.a. der (katholische) Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, der anglikanische Erzbischof Hosam Naoum und der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, Sani-Ibrahim Azar, teil.