09.06.2024

Deutschland: "Leid gehört zum Christsein dazu"

Latzel: Das sagte der Bremer Pastor beim Missionstag der „Hilfsaktion Märtyrerkirche“

Bremen (IDEA) – Leid und Verfolgung sind für Christen nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Diese Ansicht vertrat der Pastor der Bremer St.-Martini-Gemeinde, Olaf Latzel, beim Missionstag der „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ (HMK) am 8. Juni in Bremen. Die Konferenz unter dem Motto „Wundert euch nicht ...“ (1. Petrus 4,12) fand in der evangelischen St.-Martini-Gemeinde statt und wurde im Internet übertragen. Vor Ort nahmen 450 Besucher daran teil. In seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst sagte Latzel, es gebe neben dem natürlichen Leiden, das alle Menschen betreffe, auch ein „spezifisch christliches Leiden“, das nur die Nachfolger Jesu Christi betreffe. Es entstehe dadurch, dass der Teufel die Kinder Gottes angreife, wenn sie das Wort Gottes verbreiten. Weiter sagte Latzel, in westlichen Ländern glaubten viele Christen an ein „Wohlstandsevangelium“. Es gaukele ihnen vor, dass durch den Glauben an Jesus Christus in ihrem Leben alles reibungslos laufe. Die Bibel weise aber unmissverständlich darauf hin, dass das Leiden eine unausweichliche Folge der Nachfolge Jesu Christi sei. Dafür eröffne sie Christen auch die Möglichkeit, sich im Leid zu freuen. Es sei nämlich ein Zeichen dafür, dass ihr Glaube echt sei. Darüber hinaus sei ihnen ein großer Lohn im Himmel versprochen. Bei dem Missionstag berichtete außerdem u.a. der US-Evangelist David Byle (Berlin) von seiner Missionsarbeit in der Türkei. Der nigerianische Pastor Stephen Panya und der nigerianische katholische Theologe Obiora Ike schilderten die zunehmende Gewalt gegen Christen in Nigeria. Die „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ (HMK) mit Sitz in Schöffengrund-Schwalbach bei Wetzlar ist eine überkonfessionelle Hilfsorganisation für verfolgte Christen. Sie unterstützt mit über 170 Projekten in 50 Ländern Christen und Gemeinden, die wegen ihres Glaubens bedrängt und unterdrückt werden.