01.10.2026

Deutschland: Kampagne gegen Judenhass

CSI schickt LED-Truck durch fünf Städte. Anlass ist der Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober

Berlin (IDEA) – Mit einer deutschlandweiten Kampagne ruft der Verein „Christen an der Seite Israels“ (CSI) dazu auf, aktiv gegen Antisemitismus einzutreten und jüdisches Leben zu schützen. Wie der Verein mitteilt, wird ein LED-Truck vom 3. bis zum 7. Oktober (dem Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel) durch fünf deutsche Städte fahren: Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, München und Stuttgart. Auf großen LED-Leinwänden werden Botschaften prangen wie „Mit Wegschauen fing alles an. #GegenJudenhass“ und „Der Judenhass ist zurück. Mit deinem Einverständnis?“.

Passanten zum Mitmachen eingeladen

An jedem Tag wird der LED-Truck für acht Stunden in der jeweiligen Stadt unterwegs sein. Während einer zweistündigen Standzeit an einem zentralen Platz können Passanten sich mit dem Truck fotografieren und das Bild über ein Onlineformular einreichen. Die gesammelten Fotos sollen als Zeichen der Solidarität aus Deutschland nach Israel übermittelt werden. „Als Christen werden wir angesichts von Judenhass nicht schweigen“, betont der CSI-Vorsitzende Christian Frach. „Unsere Aktion macht sichtbar, dass Hass und Gewalt jüdisches Leben ganz konkret bedrohen. Hass gegen Juden geht uns alle an!“

Nationale Gebetsnacht am 7. Oktober

Den Abschluss der Kampagne bildet eine nationale Gebetsnacht: Bei der virtuellen Veranstaltung soll der Opfer des Hamas-Massakers gedacht und für die Überlebenden, die Angehörigen sowie für Israel gebetet werden. Auch der um sich greifende Antisemitismus soll Thema der Gebete sein. An der ersten Gebetsnacht im vorigen Jahr nahmen nach CSI-Angaben mehr als 10.000 Christen aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Seit dem 7. Oktober 2023 ist die Zahl antisemitischer Vorfälle laut aktuellen Zahlen des Bundesverbands RIAS (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus) stark angestiegen. Für das Jahr 2025 wurden deutschlandweit 8.725 antisemitische Vorfälle dokumentiert – durchschnittlich 24 pro Tag.