02.11.2026
Indonesien: Großer Plan: 30.000 Missionare!
„Wir sind gesegnet, um andere zu segnen“: Mit dieser Vision wollen indonesische Christen eine weltweite Missionsbewegung anstoßen
Indonesische Christen haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2033 sollen insgesamt 30.000 Indonesier in anderen Ländern als Missionare arbeiten. Darüber berichtet Timothy Goropevsek in einem Beitrag für Christian Daily International (CDI) unter Berufung auf das Indonesische Bündnis für Weltmission (ALUSIA). Vorsitzender ist Dr. Bambang Budijanto, zugleich Generalsekretär der Asia Evangelical Alliance. Im Oktober traf er Pastoren indonesischer Gemeinden in New York und Philadelphia. Es waren die ersten Treffen einer geplanten Reihe mit Auslandsgemeinden. „Wenn wir allein davon träumen, wird es nicht geschehen“, sagte Budijanto im Gespräch mit CDI. „Wenn viele gemeinsam träumen, kann es gelingen.“
Gesegnet, um zu segnen
Die ersten christlichen Missionare kamen 1534 auf die Molukken im Osten Indonesiens. Heute zählt Indonesien rund 30 Millionen Christen. Budijanto sieht darin eine Verpflichtung: „Wir sind anderen Nationen etwas schuldig.“ Die Erweckungen der vergangenen Jahrzehnte versteht er als Vorbereitung auf die missionarische Aussendung. Gott habe Indonesien „mit Absicht“ so viel Erweckung geschenkt, sagte er: „Wir sind gesegnet, um andere zu segnen.“ Mittlerweile staginiere das Wachstum der Kirchen jedoch. Budijanto bringt das mit geringer Weitergabe des Evangeliums in Verbindung.
Frühere Anläufe scheiterten
Schon seit den 1970er Jahren hätten Kirchenleiter den Wunsch geäußert, indonesische Missionare in andere Länder zu entsenden, erklärte Budijanto. Bislang seien jedoch alle Versuche gescheitert. Dieses Mal sei es anders. 2023 hätten Vertreter von etwa 14 Organisationen mit Auslandserfahrung gemeinsam entschieden, dies sei der von Gott gesetzte Zeitpunkt. Seitdem fanden Konferenzen in Bali, Jakarta und in mehreren Provinzen statt, heißt es.
Nicht nur Zahlen zählen
Im Jahr 2020 gab es nach Budijantos Angaben rund 800 indonesische Missionare, mehr als die Hälfte davon unter Landsleuten im Ausland. Die Zielmarke entspreche etwa 0,1 Prozent der Christen im Land. „Es ist nicht leicht, aber machbar“, sagt Budijanto. Gemessen werde der Fortschritt daran, wie viele Gemeinden sich der Mission öffnen. Mindestens 20 Prozent der Kirchen sollen das tun. Als Missionar versteht ALUSIA jeden Indonesier, der gezielt Menschen ohne indonesischen Pass erreicht und im Glauben begleitet. Das könne auch in Indonesien geschehen, etwa unter Russen auf Bali.
Als ersten Ansatzpunkt sieht das Evangelisations-Bündnis die mehr als 500 indonesischen Gemeinden weltweit. Die meisten davon befinden sich in den USA. Sie müssten ihre Aufgabe neu verstehen, so Budijanto: „Wir sind nicht für Indonesier da, sondern um Indonesier zu Missionaren für andere Menschen auszubilden.“
Im Oktober 2027 soll die erste weltweite Konferenz indonesischer Missionare stattfinden. Der Ort steht noch nicht fest. Im Gespräch sind Bali, Singapur und Malaysia.
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