03.09.2026

Simbabwe: 27 tote Christen bei Busunglück

Mitglieder der Afrikanischen Apostolischen Kirche waren auf dem Weg zu Konferenz

Chivhu (IDEA) – Mindestens 27 Christen kamen bei einem Verkehrsunfall am 28. August im südafrikanischen Simbabwe ums Leben, als ein mit Mitgliedern einer Glaubensgemeinschaft besetzter Kleinbus frontal mit einem Lastwagen zusammenstieß. Das berichtet die Deutsche Welle. Der Unfall ereignete sich auf einer Hauptstraße in der Nähe der Stadt Chivhu, etwa 140 Kilometer südlich der Hauptstadt Harare. In dem Bus saßen Mitglieder der Afrikanischen Apostolischen Kirche, die auf dem Weg zu einer Kirchenkonferenz waren. Sieben Insassen überlebten den Unfall schwer verletzt. Nach Angaben eines Polizeisprechers versuchte der LKW ein anderes Fahrzeug zu überholen, als er mit dem Kleinbus kollidierte. Medienberichten zufolge war der Kleinbus mit 34 Personen überladen. Erlaubt sind in solchen Fahrzeugen in Simbabwe bis zu 26 Personen. Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa rief nach dem Unglück den Katastrophenzustand aus. Das ermöglicht es der Regierung, Mittel zu mobilisieren und Hilfsmaßnahmen für Überlebende und Angehörige zu koordinieren, darunter die Übernahme medizinischer Kosten und Bestattungskosten.

Alle 15 Minuten ein Verkehrsunfall

Der Deutschen Welle zufolge sind überfüllte Busse und Minibus-Taxis in Simbabwe häufig in Verkehrsunfälle verwickelt; die Behörden führen dies oft auf rücksichtsloses Fahren und schlechte Straßenverhältnisse zurück. Nach Angaben des nationalen Statistikamts ereignet sich in Simbabwe durchschnittlich alle 15 Minuten ein Verkehrsunfall. Dabei kommen täglich mindestens fünf Menschen ums Leben – eine der höchsten Unfallopferzahlen auf dem Kontinent. In Afrika sterben jährlich rund 300.000 Menschen bei Verkehrsunfällen.

Zum Gottesdienst in Weiß

Die Afrikanische Apostolische Kirche wurde 1959 gegründet – von dem später als Erzbischof amtierenden Paul Ernest Mamvura Mwazha, der im November 2025 im Alter von 107 Jahren verstorben ist. Die Kirchenmitglieder tragen während der Gottesdienste, die am Samstag gefeiert werden, weiße Kleidung. Offizielle Mitgliederzahlen gibt es nicht. Schätzungen zufolge sollen sich rund sieben Millionen Menschen zu der pfingstkirchlich geprägten Bewegung halten, die auch in Nachbarländern vertreten ist. Rund 81 Prozent der etwa 17 Millionen Einwohner Simbabwes sind Christen, 17 Prozent gehören traditionellen afrikanischen Religionen an, jeweils ein Prozent sind Muslime oder Agnostiker.