04.11.2026
Jordanien: Delegation der Weltallianz gedenkt der Opfer des Anschlags
Generalsekretär Mansour legt Kranz am Märtyrerfriedhof nieder
Amman (IDEA) – Eine Delegation der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) hat im jordanischen Dorf Hammoud (Provinz Karak) der Opfer des Terroranschlags auf eine christliche Trauerfeier gedacht. WEA-Generalsekretär Botrus Mansour legte am 2. November am Märtyrerfriedhof einen Kranz nieder. Bei dem Anschlag am 23. Oktober auf die griechisch-orthodoxe Kirche in Hammoud waren neun Christen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Die Beisetzung der getöteten Christen fand dort zwei Tage später statt. An der Kranzniederlegung nahmen unter anderen der Präsident des Baptistenbundes in Jordanien, Nabih Abbasi, und der Vorsitzende der Evangelischen Allianz im Nahen Osten und Nordafrika, Jack Sara, teil. Mansour erklärte, das Verbrechen habe die Verantwortlichen „bis ins Mark erschüttert“. Jordanien sei „eine Oase der Toleranz und vollen Bürgerrechte für alle Menschen, ohne jegliche Unterscheidung zwischen Muslimen und Christen“. Die Reaktion von König Abdullah II. sei entschlossen und mutig gewesen – „nicht nur in Worten, sondern auch in Taten“. Die Delegation werde „Hunderte Millionen Evangelikale“ weltweit dazu ermutigen, Jordanien zu besuchen – besonders im Vorfeld des 2.000. Jahrestages der Taufe Jesu Christi im Jordan. Die WEA wurde 1846 in London gegründet und vertritt nach eigenen Angaben rund 650 Millionen Evangelikale in 163 nationalen Allianzen. Von den 11,5 Millionen Einwohnern Jordaniens bekennen sich 95 Prozent zum Islam, rund 1,5 Prozent sind Christen unterschiedlicher Konfessionen.