05.11.2026

Schweiz: Christen setzen Zeichen gegen Antisemitismus

Ökumenischer Impulstag am 9. November in Bern geplant

Bern (IDEA) – Katholiken, Reformierte und Freikirchler in der Schweiz wollen mit einem Impulstag am 9. November in Bern und einer gemeinsamen Erklärung ein öffentliches Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Hintergrund ist die seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 verschärfte Lage für Juden – auch in der Schweiz. Von den rund 18.000 bis 20.000 dort lebenden Juden verbergen laut den Initiatoren manche ihre Identität aus Angst vor Stigmatisierung. Die Plattform „Shalom Switzerland“ riefen der katholische Theologe Markus Neurohr, der emeritierte Leiter von Vineyard DACH, Martin Bühlmann, und der reformierte Pfarrer Christoph Monsch ins Leben. Das Datum erinnert an die nationalsozialistische Pogromnacht vom 9. November 1938. „Das Schweigen angesichts des erstarkenden Antisemitismus ist unerträglich“, sagte Monsch gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Unter den Teilnehmern sind den Angaben zufolge unter anderen der reformierte Kirchenratspräsident von Basel-Stadt, Lukas Kundert, und der ehemalige Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher.