07.10.2026
Deutschland: Fast jeder Dritte sagt - Juden können in Deutschland nicht sicher leben
Ältere Befragte sind teilweise deutlich häufiger dieser Meinung als jüngere
Erfurt (IDEA) – Fast jeder dritte Deutsche (31 Prozent) ist der Meinung, dass Juden in Deutschland nicht sicher leben können. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Eine relative Mehrheit von 48 Prozent ist anderer Meinung. 18 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, vier Prozent machten keine Angabe. Frauen glauben deutlich häufiger als Männer, dass Juden in Deutschland nicht sicher leben können (34 Prozent gegenüber 27 Prozent). Westdeutsche teilen diese Einschätzung häufiger als Ostdeutsche (32 Prozent gegenüber 24 Prozent). Ältere Befragte beurteilen die Sicherheit von Juden in Deutschland pessimistischer als jüngere (18- bis 29-Jährige: 23 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 25 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 34 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 30 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 27 Prozent; über 70-Jährige: 43 Prozent). Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen glauben die landeskirchlichen Protestanten mit 33 Prozent am häufigsten, dass Juden in Deutschland nicht sicher leben können (Katholiken: 30 Prozent; Freikirchler: 29 Prozent). Bei den Muslimen tun es 25 Prozent, bei den Konfessionslosen 32 Prozent. Unter den Anhängern der politischen Parteien sind die Sympathisanten der Grünen mit 40 Prozent am häufigsten dieser Meinung, gefolgt von den Parteigängern der SPD (34 Prozent), der CDU/CSU (33 Prozent), der AfD und der Linken (jeweils 29 Prozent). Für die Erhebung im Zeitraum vom 2. bis 5. Oktober 2026 zu der Frage: „Können Juden Ihrer Meinung nach in Deutschland sicher leben?“ hat INSA 2.002 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.